Hannover/Caracas (dpa) - Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela mit mindestens 235 Toten haben sich die ersten Rettungskräfte aus Deutschland auf den Weg ins Katastrophengebiet gemacht. Vom Fliegerhorst Wunstorf in Niedersachsen hob am Vormittag eine erste Militärmaschine des Typs A400M ab, wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete. Weitere sollten noch im Laufe des Tages folgen.An Bord der Bundeswehr-Maschinen sind neben Soldaten zahlreiche Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) sowie tonnenweise Material und Technik. Zu den Hilfsgütern zählen unter anderem Wasserfilter, Feldbetten, Zelte und Generatoren.Internationaler Flughafen wegen Schäden geschlossenNach Angaben der Luftwaffe sollen die Maschinen zunächst auf die Karibikinsel Curaçao fliegen. Der Flug soll rund viereinhalb Stunden dauern. Danach soll es dann weitergehen zu einem Flugplatz in Venezuela - wohin genau, war zunächst nicht bekannt. Der internationale Flughafen Simón Bolívar im schwer getroffenen Bundesstaat La Guaira war wegen Schäden geschlossen worden.Mit Bundeswehrmaschinen fliegen Hilfskräfte aus Deutschland nach Venezuela. Kai Moorschlatt/dpaZwei schwere Beben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten am Mittwoch den Norden und das Zentrum Venezuelas erschüttert - im Abstand von 39 Sekunden. Nach Angaben der Regierung des südamerikanischen Landes gibt es nach ersten Erkenntnissen mindestens 235 Tote, mehr als 4.300 Menschen wurden verletzt. Es gibt Hinweise darauf, dass die Gesamtzahl der Vermissten in die Tausende gehen könnte. Die Bundesregierung hat bislang keine Erkenntnisse über deutsche Staatsangehörige unter den Opfern.Einsatzleiter: Unübersichtliche LageDie Lage in Venezuela sei noch sehr unübersichtlich, sagte der THW-Teamleiter des deutschen Einsatzes, Peter Benz. „Wir lesen natürlich auch die Newsticker und versuchen, uns aus den Puzzlesteinen ein Bild zusammenzusetzen.“ Dabei würden auch Kontakte vor Ort helfen. „Aber wir werden sicherlich mit ganz, ganz viel Zerstörung und ganz viel Leid konfrontiert sein.“Auf Bildern aus Venezuela habe er die zerstörten Hochhäuser gesehen. Die Betonbebauung habe den Vorteil, dass sich Hohlräume bildeten. „Und in den Hohlräumen haben Menschen Chancen zu überleben“, sagte der Einsatzleiter. Die Einsatzkräfte haben neben Suchhunden auch technisches Material wie Mikrofone und Kameras dabei, um Verschüttete zu lokalisieren. Die Erfahrung zeige, dass auch „nach 100, 120, 150 Stunden“ immer noch überraschend Menschen lebendig aus den Trümmern gerettet würden, sagte Benz.Menschen suchen mit bloßen Händen nach AngehörigenIn der Nacht auf Freitag landeten bereits mehrere internationale Einsatzteams in Venezuela, darunter Helfer aus Mexiko, El Salvador und der Schweiz. Auch die USA brachten Such- und Rettungsmannschaften sowie humanitäre und medizinische Hilfe auf den Weg.Tausende Menschen werden noch unter den Trümmern vermutet. Stringer/dpaDie Hilfe wird dringend benötigt. Im Bundesstaat La Guaira ist die Lage besonders dramatisch. Dort sind nach Angaben des venezolanischen Innenministers Diosdado Cabello mehr als 70.000 Familien von den Folgen der Erdbebenkatastrophe betroffen. Auf Fernsehbildern waren meterhohe Schutthaufen zu sehen, in denen Menschen teils mit bloßen Händen nach ihren Angehörigen suchten. Vereinzelt wurden aber auch immer wieder Verletzte unter Jubel aus den Trümmern gezogen.Schwierige KommunikationslageVielerorts waren das Mobilfunknetz und das Internet nach den Beben eingeschränkt. In sozialen Netzwerken kursierten Gerüchte über einen drohenden Tsunami. Innenminister Cabello widersprach den Gerüchten im Staatsfernsehen. Es handle sich um „skrupellose Leute, die nur darauf aus sind, unserem Volk und den Menschen in La Guaira zu schaden“, sagte er. Um das Katastrophengebiet mit Internet zu versorgen, kündigte die Firma Starlink von Tech-Unternehmer Elon Musk an, das Kommunikationsnetz für bestehende wie neue Kunden bis zum 25. Juli kostenfrei zur Verfügung zu stellen.Erdbeben verschärfen bestehende ProblemeDas Land an der Nordspitze Südamerikas befand sich schon vor der Erdbebenkatastrophe in einer prekären Lage. Trotz der größten bekannten Erdölreserven der Welt - deren Verwertung allerdings technisch komplex und kostspielig ist - leben viele Menschen in Armut. Krankenhäuser, Strom- und Wasserversorgung funktionieren vielerorts ohnehin nur eingeschränkt. Vor diesem Hintergrund sei davon auszugehen, „dass die Auswirkungen der Erdbeben bestehende soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten weiter verschärfen und zusätzliche Haushalte in akute Notlagen drängen werden“, hieß es in einer Mitteilung der Hilfsorganisation Care.Auch politisch erlebt Venezuela höchst turbulente Zeiten. Im Januar hatte das US-Militär den langjährigen Machthaber Nicolás Maduro gefangengenommen und in die USA gebracht. Seine vorherige Stellvertreterin Delcy Rodríguez ist seither geschäftsführend im Amt.© dpa-infocom, dpa:260626-930-285311/4

Rettungsteams sind unterwegs, doch die Zeit wird knapp für Überlebende. Krankenhäuser, Wohnanlagen und Straßen wurden bei dem Doppel-Erdbeben schwer beschädigt.

Zwei Beben innerhalb von nur 39 Sekunden: Viele Gebäude in Venezuela sind eingestürzt. Helfer suchen intensiv nach Verschütteten. Es werden zahlreiche Tote befürchtet.

Caracas (dpa) - Nach zwei sehr starken Erdbeben in Venezuela suchen die Rettungskräfte unter den Trümmern nach zahlreichen Verschütteten. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke…

Innerhalb weniger Minuten richteten zwei Erdbeben in Venezuela verheerende Schäden an. Rettungskräfte suchen unter den Trümmern nach Überlebenden. Über das Ausmass der Schäden ist…

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Caracas (dpa) - Bei zwei schweren Erdbeben in Venezuela sind ersten Erkenntnissen zufolge mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen und rund 700 weitere verletzt worden. Das sagte…

Zwei Erdbeben haben kurz hintereinander Venezuela erschüttert. Die Regierung hat den Notstand ausgerufen und rechnet mit Tausenden Toten. Die USA entsenden nun Suchtruppen und…

Bei zwei heftigen Beben in Venezuela sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen und Hunderte verletzt worden. Das deutsche Verteidigungsministerium plant, Hilfe zu schicken.

Zwei der stärksten Erdbeben des laufenden Jahres treffen Venezuela. In der Hauptstadt Caracas herrscht Panik – Gebäude sind eingestürzt, Menschen unter den Trümmern verschüttet.…

Nach den schweren Erdbeben in Venezuela plant das deutsche Verteidigungsministerium, Hilfe zu schicken. Es waren die heftigsten Erschütterungen in dem Land seit mehr als 100…

Caracas (dpa) - Zwei schwere Erdbeben innerhalb von nur 39 Sekunden haben in Venezuela mindestens 164 Menschen das Leben gekostet. Außerdem gebe es knapp tausend Verletzte, teilte…

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung will Venezuela nach den schweren Erdbeben schnell Hilfe leisten. „Dafür stehen Hilfsgüter, wie etwa Wasserfilter, Feldbetten, Zelte oder…

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Notfälle“. Lesen Sie jetzt „Deutschland bereitet Erdbebenhilfe für Venezuela vor“.

Die Bundesregierung will angesichts der schweren Erdbeben in Venezuela mit Wasserfiltern, Feldbetten und Zelten helfen. Hilfsorganisationen brechen in die Region auf.

Caracas (dpa) - In Venezuela kämpfen die Rettungsteams gegen die Zeit, um nach den verheerenden Erdbeben Überlebende aus den Trümmern zu retten. Die Hoffnung wird nicht…

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Notfälle“. Lesen Sie jetzt „Erdbeben in Venezuela: Kleinkinder lebend gerettet“.

Bagger fehlen, internationale Teams eilen herbei: Nach dem Beben in Venezuela zählt jede Minute. Die Retter feiern Erfolge und finden Überlebende unter den Trümmern.

Zwei der stärksten Erdbeben des laufenden Jahres treffen Venezuela. In der Hauptstadt Caracas herrscht Panik – Gebäude sind eingestürzt, Menschen unter den Trümmern verschüttet.…

Nach den schweren Erdbeben in Venezuela dauern die Rettungsarbeiten an. Rettungskräfte sorgen sich um Hunderte Menschen, die unter Trümmern verschüttet sind.

In Venezuela bebte die Erde in der Nacht auf Donnerstag so heftig, wie seit mehr als 100 Jahren nicht mehr. Das deutsche Verteidigungsministerium plant, Hilfe zu schicken.