PfadnavigationHomeRegionalesNiedersachsen & BremenBundeswehr bringt Helfer und Hilfsgüter nach VenezuelaStand: 11:33 UhrLesedauer: 2 MinutenMit Bundeswehrmaschinen fliegen zahlreiche Hilfskräfte nach Venezuela, um im Erdbebengebiet zu helfen. Quelle: Kai Moorschlatt/dpaEs gibt viele Tote, viele Verletzte und viele Vermisste - zwei starke Erdbeben haben Venezuela hart getroffen. Deutschland hilft.Nach dem tödlichen Erdbeben in Venezuela ist das erste Flugzeug mit Helfern und Hilfsgütern aus Deutschland unterwegs ins Katastrophengebiet. Im niedersächsischen Wunstorf startete ein Transportflugzeug des Typs A400M, wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete.An Bord der Bundeswehr-Maschine sind neben Soldaten auch Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) sowie tonnenweise Material und Technik. Das THW-Team hatte sich zuvor am Donnerstagabend in Köln gesammelt. Insgesamt sollen heute 48 THW-Einsatzkräfte nach Venezuela fliegen, um Menschen aus zerstörten Gebäuden zu retten. Darunter sind auch vier Rettungshundeführer mit jeweils einem Hund.Mindestens ein weiteres Flugzeug mit Personal und Hilfsgütern wie Wasserfiltern, Feldbetten, Zelten oder Generatoren sollte noch am Vormittag starten. «Es ist alles Material vom THW oder anderen Hilfsorganisationen. Wir nehmen kein Bundeswehrmaterial mit», sagte ein zur Crew der Transportflugzeuge gehörender Lademeister.Kurz danach sollte eine dritte Maschine starten, die auch für den medizinischen Krankentransport genutzt werden kann. Ob ein viertes Transportflugzeug der Bundeswehr in die rund 8.200 Kilometer entfernte Krisenregion fliegt, war zunächst unklar.Zwischenstopp auf CuraçaoNach Angaben der Luftwaffe sollen die Maschinen zunächst auf die Insel Curaçao fliegen. Danach soll es dann weitergehen zu einem Flugplatz in Venezuela. Der Start der ersten Maschine war für 10.00 Uhr angekündigt, verzögerte sich aber.Zwei schwere Beben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten am Mittwoch den Norden und das Zentrum Venezuelas erschüttert – im Abstand von nur 39 Sekunden. Schwere Schäden gab es besonders in La Guaira, wo der internationale Flughafen und der wichtigste Seehafen des südamerikanischen Landes liegen. Nach Angaben der Regierung des Landes gibt es nach ersten Erkenntnissen mindestens 235 Tote. Tausende Menschen wurden verletzt, zahlreiche werden vermisst.dpa-infocom GmbH