Bonn (dpa) - Nachdem feststeht, dass die Bonner Nordbrücke für mindestens zwei Jahre gesperrt bleibt, fordert der Bonner Oberbürgermeister Guido Déus (CDU) Geld vom Bund für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Es gehe jetzt um den Ausbau von Bussen und Bahnen, sagte Déus im WDR 5 Morgenecho. Eigentlich sind für den ÖPNV die Kommunen zuständig. In diesem Fall einer echten „Verkehrskatastrophe“ sehe er das aber anders, sagte Déus. Bonn habe jetzt für zweieinhalb Jahre eine „absolute Ausnahmesituation“ vor sich.Ziel sei es, mehr Menschen zum Umstieg auf Busse und Bahnen zu bewegen. „Wenn wir versuchen, Verkehr von den Straßen, vom Individualverkehr wegzubekommen und die Menschen auf ÖPNV zu bekommen, dann sollte der Bund auch eigenes Interesse daran haben, weil das nämlich die Kosten der Reparaturen, die nachher anstehen, senken wird.“Kostenloser ÖPNV in Bonn endet wahrscheinlichDer wegen der Sperrung der Nordbrücke zunächst kostenlos angebotene ÖPNV in Bonn werde wahrscheinlich enden müssen, sagte Déus. Ohne finanzielle Hilfe von außen könne die Stadt das nicht allein stemmen. „Bonn geht es so wie vielen Kommunen, wir sind unterfinanziert, wir sind am Rande des Haushaltssicherungskonzeptes.“ Am Freitag war mitgeteilt worden, dass die Bonner Nordbrücke der Autobahn 565 für mehr als zwei Jahre komplett gesperrt bleibt. Der beschädigte Brückenteil soll abgerissen und neu gebaut werden. Die marode Brücke ist die wichtigste Ost-West-Verbindung für die Region. Bereits seit Februar galt ein Fahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen. Anfang Juni wurde die Autobahnbrücke über den Rhein dann wegen massiver Schäden komplett für den Verkehr gesperrt. Vorher wurde sie täglich von mehr als 100.000 Fahrzeugen genutzt.© dpa-infocom, dpa:260620-930-253872/1

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Bonn (dpa) - Die einst vielbefahrene Bonner Nordbrücke kann vorläufig nicht mehr für den Verkehr freigegeben werden. Das sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). Die…

Wegen struktureller Schäden wurde die marode Bonner Nordbrücke komplett gesperrt - ein Schock für den Verkehr im Rheinland. Nun gibt es Neuigkeiten, wie es mit der Autobahnbrücke…

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Anfang Juni wurde die Bonner Nordbrücke wegen Straßenschäden gesperrt. Nun steht fest: Ein Ersatzneubau muss her. Fertig werden könnte er Ende 2028.

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Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Marode Infrastruktur“. Lesen Sie jetzt „Bonner Nordbrücke bleibt gesperrt“.

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Das Bauwerk aus den 60er Jahren ist nicht zu retten, teilte Bundesverkehrsminister Schnieder mit. Der Neubau soll bis Ende 2028 fertig werden.

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Die vielbefahrene Bonner Nordbrücke ist dicht, und das für mindestens zwei Jahre. Der Oberbürgermeister sieht den Bund in der Pflicht – auch beim ÖPNV.