Berlin (dpa) - Bundesforschungsministerin Dorothee Bär rechnet nicht mehr mit einer schnellen Reform der Ausbildungsförderung Bafög. „Mein Haus hat alle Weichen gestellt für die Bafög-Reform, und wir sind auch im Zeitplan. Ich habe aber auch gehört, dass die Reform von den Regierungsfraktionen nicht mehr unterstützt wird“, sagte die CSU-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.Ein Streit über die Finanzierung der geplanten Bafög-Reform schien noch Ende April beigelegt zu sein. Damals war nach Angaben aus der schwarz-roten Koalition im Zuge der Haushaltsaufstellung eine Einigung erzielt worden. Man gehe beim Bafög jetzt regulär ins Gesetzgebungsverfahren, sagte damals eine Sprecherin des Forschungsministeriums.Bafög-Modernisierung im Koalitionsvertrag angekündigtIm Koalitionsvertrag hatten Union und SPD angekündigt, das Bafög „in einer großen Novelle“ zu modernisieren. Im ersten Schritt sollte demnach zum kommenden Wintersemester die im Bafög enthaltene Wohnkostenpauschale für Studierende, die nicht mehr bei den Eltern wohnen, von derzeit 380 auf 440 Euro im Monat angehoben werden. Anschließend sollte der sogenannte Bafög-Grundbedarf - aktuell 475 Euro im Monat - in zwei Schritten zum Wintersemester 2027/2028 und ein Jahr später dauerhaft an das Niveau der Grundsicherung angepasst werden. Der eigentliche Bafög-Satz wird immer individuell nach Einkommen der Eltern und anderen Faktoren berechnet.Bär zeigt Verständnis für möglichen Reform-StoppBär zeigte Verständnis für einen möglichen Stopp der Reform. „Wenn Pflegebedürftige sparen sollen und beim Elterngeld Kürzungen vorgenommen werden, dann ist nachvollziehbar, dass man nicht gleichzeitig an anderer Stelle große zusätzliche Leistungen verspricht“, sagte sie. „Politik besteht eben darin, Prioritäten zu setzen und tragfähige Gesamtpakete zu schnüren. Und am Ende bringt es auch nichts, Forderungen ins Parlament einzubringen, von denen man weiß, dass sie keine Mehrheit finden.“Die Situation für Studierende in Deutschland beschrieb die Ministerin als sehr privilegiert. „Es gibt keine Studiengebühren, und der Staat ermöglicht vielen jungen Menschen überhaupt erst ein Studium.“ Es sei „kein Drama, wenn Studierende neben dem Studium jobben – viele sammeln dabei sogar wichtige Erfahrungen fürs Leben und den Beruf“, gegebenenfalls in den Semesterferien. „Es wird kein Vollkaskostudium geben, jeder muss seinen Teil dazu beitragen“, sagte sie.Bär sagt rasche Reform des Wissenschaftszeitvertrag-Gesetzes zuBär sagte zugleich eine rasche Reform des Wissenschaftszeitvertrag-Gesetzes zu. Der Gesetzentwurf sei jetzt in die Länder- und Verbändeanhörung gegangen, die Verhandlungen zwischen Union und SPD liefen gut. Unter anderem sollten für Erstverträge Mindestvertragslaufzeiten eingeführt werden.© dpa-infocom, dpa:260530-930-151918/1

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Forschungsministerin Bär erwartet kein schnelles Bafög-Update mehr. Warum sie Verständnis für einen etwaigen Stopp der Reform zeigt.

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Forschungsministerin Bär erwartet kein schnelles Bafög-Update mehr. Warum sie Verständnis für einen etwaigen Stopp der Reform zeigt und wie die SPD darauf reagiert.

Die Bafög-Reform wird laut der Bundesforschungsministerin von den Regierungsfraktionen nicht mehr unterstützt. Die Entscheidung bezeichnet sie als nachvollziehbar.

Die eigentlich vereinbarte Bafög-Reform könnte als zu teuer abgesagt werden. Nicht so schlimm, findet die zuständige Ministerin Dorothee Bär. Studierende in Deutschland seien…

Union und SPD hatten sich auf eine Erhöhung des BAföG-Satzes geeinigt. Doch Forschungsministerin Bär glaubt nicht, dass die Reform noch kommt. Dafür gebe es in den Fraktionen…

Die Reform war fest eingeplant – doch sie wird wohl nicht kommen. Forschungsministerin Dorothee Bär verteidigt den möglichen Stopp der Bafög-Erhöhung. Und erklärt Studierenden, es…

Die Reform war fest eingeplant – doch sie wird wohl nicht kommen. Forschungsministerin Dorothee Bär verteidigt den möglichen Stopp der Bafög-Erhöhung. Und erklärt Studierenden, es…

Die geplante Reform des BAföG steht auf der Kippe. Forschungsministerin Dorothee Bär geht davon aus, dass das Vorhaben in den Regierungsfraktionen keine ausreichende Unterstützung…

Die BAföG-Reform stand im Koalitionsvertrag, doch daraus wird wohl nichts. Forschungsministerin Bär verteidigt den Stopp und nennt die Situation deutsche Studierende „sehr…

Forschungsministerin Dorothee Bär erwartet doch keine schnelle Bafög-Reform mehr. Studierende sollen lieber „jobben“ gehen. Nur: Tun die meisten bereits.

Forschungsministerin Bär erwartet kein schnelles Bafög-Update mehr. Die Linke im Thüringer Landtag kritisiert das – und sieht Studierende in ihrer Existenz bedroht.

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Finanzierung des Studiums“. Lesen Sie jetzt „Wissenschaftsministerin Martin gegen Stopp von Bafög-Reform“.

Wissenschaftsministerin Bettina Martin kritisiert Bundeskollegin Dorothee Bär: Die geplante Bafög-Reform dürfe nicht gestoppt werden. Warum Martin dringenden Handlungsbedarf sieht.

Die Bundesforschungsministerin hatte Zweifel an einer raschen Bafög-Reform geäußert. Die SPD widerspricht: Die Fraktion stehe geschlossen zur Umsetzung der Reform.

Wiebke Esdar: Finanzierung für Reform ist bereits sichergestellt +++ Kubicki FDP-Bundesvorsitzender, Höne Stellvertreter, Hagen Generalsekretär +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Bundesforschungsministerin Bär hatte Zweifel an einer schnellen Bafög-Reform geäußert. Die SPD will die Modernisierung wie vereinbart umsetzen.

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Studienfinanzierung“. Lesen Sie jetzt „Aus für Bafög-Reform? Minister Mohrs ist «schwer irritiert»“.