PfadnavigationHomePolitikDeutschlandBundesforschungsministerinBAföG-Reform vor dem Aus – Bär verweist auf notwendige SparprioritätenStand: 04:54 UhrLesedauer: 2 MinutenFür zusätzliche Leistungen fehle derzeit der finanzielle Spielraum, sagt Ministerin Dorothee BärQuelle: Bernd von Jutrczenka/dpaDie geplante Reform des BAföG steht auf der Kippe. Forschungsministerin Dorothee Bär geht davon aus, dass das Vorhaben in den Regierungsfraktionen keine ausreichende Unterstützung mehr findet.Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) rechnet nicht mehr mit einer schnellen Reform der Ausbildungsförderung Bafög. „Mein Haus hat alle Weichen gestellt für die Bafög-Reform und wir sind auch im Zeitplan. Ich habe aber auch gehört, dass die Reform von den Regierungsfraktionen nicht mehr unterstützt wird“, sagte Bär den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Sonntag. Geplant war den Angaben zufolge, dass die Reform zum Wintersemester 2026/27 in Kraft tritt.Bär zeigte gegenüber den Funke-Zeitungen Verständnis für einen möglichen Stopp der Bafög-Reform. „Wenn Pflegebedürftige sparen sollen und beim Elterngeld Kürzungen vorgenommen werden, dann ist nachvollziehbar, dass man nicht gleichzeitig an anderer Stelle große zusätzliche Leistungen verspricht“, sagte sie. „Politik besteht eben darin, Prioritäten zu setzen und tragfähige Gesamtpakete zu schnüren. Und am Ende bringt es auch nichts, Forderungen ins Parlament einzubringen, von denen man weiß, dass sie keine Mehrheit finden.“Lesen Sie auchBär beschrieb die Situation für Studenten in Deutschland als sehr privilegiert. „Es gibt keine Studiengebühren, und der Staat ermöglicht vielen jungen Menschen überhaupt erst ein Studium“, sagte sie. Es sei auch „kein Drama, wenn Studierende neben dem Studium jobben – viele sammeln dabei sogar wichtige Erfahrungen fürs Leben und den Beruf“. Semesterferien hätten alle Studenten. „Es wird kein Vollkaskostudium geben, jeder muss seinen Teil dazu beitragen.“ Sie selbst habe neben ihrem Studium gejobbt.Künftig solle auf dem Portal bafoeg-digital ein KI-gestützter Chatbot eingebunden werden. Die KI werde mit dem bestehenden Bafög-Rechner verbunden. Sie könne dann „unverbindlich und anonym eine Auskunft über einen möglichen BAföG-Anspruch geben“, sagte Bär. Das neue Tool werde voraussichtlich in diesem Jahr zur Verfügung stehen.AFP/ceb