Berlin (dpa/bb) - Der Berliner Untersuchungsausschuss zur umstrittenen Vergabe von Fördermitteln für die Antisemitismusprävention befragt am Vormittag (ab 10.00 Uhr) Ex-Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos). Sie gilt als Schlüsselfigur der Affäre und war am 24. April zurückgetreten. Zuvor hatte der Berliner Rechnungshof die Förderung von 13 Projekten mit zusammen 2,6 Millionen Euro in einem Prüfbericht als „evident rechtswidrig“ bewertet. Wedl-Wilson hatte die fraglichen Förderbescheide freigegeben.Ebenfalls als Zeuge geladen ist der frühere Staatssekretär in der Kulturverwaltung, Oliver Friederici (CDU). Er war drei Tage vor Wedl-Wilsons Rücktritt entlassen worden. Der Politiker soll zuvor innerhalb der Kulturverwaltung vor Defiziten bei der Vergaben von Fördergeld gewarnt haben. Der Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses war auf Antrag von Grünen und Linken im Dezember 2025 eingesetzt worden. Sie werfen dem früheren Kultursenator Joe Chialo (CDU) und seiner Nachfolgerin Wedl-Wilson vor, Fördermittel für Projekte gegen Antisemitismus nach unklaren Kriterien und auf Druck aus der CDU-Fraktion vergeben zu haben.Chialo, der im Mai 2025 aus anderen Gründen zurückgetreten war, soll am 11. Juni im Untersuchungsausschuss aussagen. Dann sollen voraussichtlich auch CDU-Fraktionschef Dirk Stettner und der CDU-Haushaltspolitiker Christian Goiny ein zweites Mal in dem Gremium erscheinen. Grüne und Linke werfen beiden unzulässige Einflussnahme auf die Fördermittelvergabe vor, was diese bei ihrer ersten Befragung im April zurückwiesen.© dpa-infocom, dpa:260529-930-143524/1

Berlin (dpa/bb) - Der Berliner Untersuchungsausschuss zur umstrittenen Vergabe von Fördermitteln für die Antisemitismusprävention befragt am Vormittag (ab 10.00 Uhr)…

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Der Berliner Untersuchungsausschuss zur Vergabe von Fördermitteln gegen Antisemitismus befragt eine ganz besondere Zeugin. Wie blickt Ex-Kultursenatorin Wedl-Wilson auf die Affäre?

Hier finden Sie Informationen zu dem Thema „Streit um Fördermittel“. Lesen Sie jetzt „Wedl-Wilson beantwortet in U-Ausschuss keine Fragen“.

Fördermittel gegen Antisemitismus wurden in Berlin ohne klare Kriterien vergeben. Was ein früherer Staatssekretär in der Kulturverwaltung zur Rolle der zuständigen Senatoren sagt.

Warum Berlins Ex-Kultursenatorin Wedl-Wilson sich im Untersuchungsausschuss auf ihr Auskunftsverweigerungsrecht beruft. Und was sie trotzdem zu ihrem Vorgehen sagt.

Kurze Erklärung und dann Schweigen: Wie Berlins Ex-Kultursenatorin Wedl-Wilson im Untersuchungsausschuss auftritt und auf welches Recht sie sich beruft.

Die Ex-Kultursenatorin verweigert nach einem Statement weitere Aussagen. Der geschasste Staatssekretär Friederici betont das rechtsstaatliche Handeln der Verwaltung.

Fördermittel zum Kampf gegen Antisemitismus wurden rechtswidrig vergeben. Sahra Wedl-Wilson spricht im Untersuchungsausschuss.