Berlin (dpa) - Aus der „Mokka-Milch-Eisbar“ wird „Mokka Milch“ - und damit kehrt ein Berliner Kult-Lokal aus DDR-Zeiten in neuem Gewand zurück. Zur Eröffnung am Mittwochabend schaute mit Thomas Natschinski ein besonderer Gast vorbei: Der heute 78-Jährige und seine Band widmeten dem Lokal in der Karl-Marx-Allee mit „In der Mokka-Milch-Eisbar“ (1969) einen eigenen Song. Unzählige Male sang Natschinski die Zeilen „In der Mokka-Milch-Eisbar hat sie mich geseh'n, in der Mokka-Milch-Eisbar, da ist es gescheh'n“. „Wir hatten hier um die Ecke unseren Probenraum. Und die "Mokka-Milch-Eisbar" war unser Stammlokal“, erzählt der Sänger, Komponist und Songwriter der Deutschen Presse-Agentur. „Vor der Probe, nach der Probe, da in der Ecke war unser Stammtisch. Da haben wir gesessen und Cola mit Wodka getrunken.“ Manchmal habe es auch einen Eisbecher gegeben. „Das war der Aufhänger, warum wir gesagt haben: Dann machen wir doch ein Lied.“Die Band gehörte zu den Gästen der ersten StundeNatschinski - Sohn des DDR-„Musicalkönigs“ Gerd Natschinski (1928-2015) - und seine Bandkollegen waren einst Gäste der ersten Stunde. Auftritte in der „Mokka-Milch-Eisbar“ hatten sie aber nie. Das Lied darüber ist für Natschinski aber immer ein besonderes geblieben. Der Sänger Thomas Natschinski ist zur Wiedereröffnung der ehemaligen "Mokka-Milch-Eisbar" an der Karl-Marx-Allee gekommen. Jens Kalaene/dpaBei vielen Konzerten war es der letzte Song, den er gespielt hat, wie er sagt. „Das Lied ist noch immer präsent.“ Und wie sieht er das, dass nun das „Mokka Milch“, eine Mischung aus Restaurant, Café und Bar, eröffnet hat? „Für mich ist das ein Déjà-vu. Ich find' das großartig.“Mokka, Eis und PilatesAls neue Betreiber starten nach mehreren Jahren der Sanierung des Gebäudes Natacha und Alexander Neumann. Zu essen gibt es den Angaben nach unter anderem „Speisen der mediterranen Wohlfühlküche“. Und natürlich können die Gäste auch Mokka und Eis bestellen. Zunächst soll es kleinere Angebote geben, in einigen Tagen dann das komplette Sortiment. „Mokka Milch“ ist aber auch Event-Location und bietet Raum für Kurse wie Pilates oder für Mal-Abende. Im oberen Teil gibt es außerdem einen großen Coworking-Bereich.© dpa-infocom, dpa:260527-930-137359/1

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Der Sänger Thomas Natschinski hat der «Mokka-Milch-Eisbar» 1969 ein musikalisches Denkmal gesetzt. Zur Wiedereröffnung des Kult-Lokals aus DDR-Zeiten ist der 78-Jährige mit dabei.

Endlich: Der Sound des Ortes an der Karl-Marx-Allee ist wieder da. Und die alten und die neuen jungen Nachbarn auch.