Die AfD hat bei der Kommunalwahl in Niedersachsen stark zugelegt. Die Wahl zeigt aber auch noch was anderes: die Grenzen ihres Aufstiegs.

Dicke Luft über der früheren „Stadt der Hermann-Göring-Werke“: Die meisten haben in Salzgitter rechtsextrem gewählt

Julian Stratenschulte/dpa

Als „eindeutigen Gewinner des Abends“ sah Angar Schledde, Landesvorsitzender der niedersächsischen AfD, am Sonntagabend seine Partei. Und ganz Unrecht hat er nicht: Bei den Kommunalwahlen mussten CDU, SPD und Grüne am Sonntag Verluste hinnehmen. Die AfD dagegen – im kleineren Umfang auch die Linke – hat deutlich zugelegt und ihr Ergebnis im Vergleich zu den vorangegangenen Kommunalwahlen mehr als verdreifacht.

Und mehr noch: Erstmals hat es die rechtsextreme AfD Niedersachsen in die Stichwahl um den Oberbürgermeister-Posten in einer Großstadt geschafft. In Salzgitter muss der CDU-Amtsinhaber Frank Klingebiel in zwei Wochen gegen die AfD-Kandidatin Patricia Mair antreten.