Stand: 14.09.2026 • 14:51 Uhr

Der Bundeskanzler steht vor einer entscheidenden Woche. Nach dem Wahldebakel in Sachsen-Anhalt erhält Merz Rückendeckung in der Debatte um seine Person. Doch Kritik an den Reformen und am Umgang mit der AfD nehmen weiter Fahrt auf.

Auch am Polarkreis lässt die innenpolitische Debatte den Bundeskanzler nicht los. Seine erste Auslandsreise seit der Sommerpause - zum Arktisgipfel in Finnland - fällt für Friedrich Merz in eine denkbar schwierige Woche. Nach der krachenden Wahlniederlage der CDU in Sachsen-Anhalt steht er in den eigenen Reihen massiv unter Druck. Und am kommenden Wochenende droht bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin weiteres Ungemach.

Bei dem Gipfel bezeichnete Merz die Bedrohung der Arktis als so wichtig für die europäische Sicherheit, dass er trotz der Debatten in Berlin nach Finnland gereist ist. Er verstehe die innenpolitische Debatte, "aber andererseits ist Deutschland so eng mit dem Schicksal des europäischen Kontinents verbunden, dass wir die Außen- und Sicherheitspolitik nicht von dem trennen können, was wir zu Hause diskutieren", fügte er hinzu.

Wie es mit der Bundesregierung weitergeht, beschäftigt auch Deutschlands internationale Partner. Merz sei "absolut" weiterhin ein verlässlicher Partner, sagte Finnlands Ministerpräsident Petteri Orpo auf die Frage eines Journalisten. "Er ist der gleiche Kanzler wie zuvor." Auch von Litauens Präsident und Lettlands Regierungschef gab es Rückendeckung für den Kanzler.