Huthi melden weiteren Angriff auf Saudi-ArabienDie vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben das Nachbarland Saudi-Arabien erneut mit Drohnen und Raketen angegriffen. Der Militärsprecher der Huthi, Jahja Sari, erklärte, Ziel des Angriffs sei ein Militärstützpunkt in der Provinz Scharura in der Region Nadschran gewesen. Belege legte er nicht vor; einen Zeitpunkt für den Angriff nannte er nicht.Nach Angaben des saudischen Zivilschutzes heulten am Samstag in der Provinz die Sirenen. Es wurden jedoch keine Opfer oder Schäden gemeldet. Der Zivilschutz teilte zudem mit, in der Nacht sei ein Geschoss im Gouvernement al-Tawwal nahe der jemenitischen Grenze am Roten Meer eingeschlagen. Dabei seien zwei Menschen verletzt sowie eine Moschee und mehrere andere Gebäude beschädigt worden. In der Mitteilung wurden die Huthi für den Vorfall verantwortlich gemacht.Brics-Staaten mahnen im Nahen Osten zur ZurückhaltungMit Zustimmung des Irans und arabischer Mitglieder haben die Länder der Brics-Gruppe zu einer maximalen Zurückhaltung im Nahost-Konflikt aufgerufen. Die Staatengruppe sei „tief besorgt über die Eskalation der Spannungen im Nahen Osten/Westasien“, hieß es in einer 140 Punkte umfassenden sogenannten Erklärung von Neu-Delhi, die bereits am ersten Tag des Brics-Gipfeltreffens unter indischem Vorsitz veröffentlicht wurde. Hinter den Appell, sich zu mäßigen und Maßnahmen zur Verschärfung der Lage zu vermeiden, stellten sich neben Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten auch der Iran, der dem Bündnis mittlerweile angehört. Die Forderung bezog sich etwa auf den Iran-Krieg und den israelisch-palästinensischen Konflikt.Palästinenser: Mindestens zwei Tote bei israelischem Angriff auf GazaBei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind nach örtlichen Angaben mindestens zwei Palästinenser getötet worden. Zudem wurden 13 Menschen verletzt, wie das medizinische Personal vor Ort sagt. Der Angriff habe ein Fahrzeug im Viertel Tel al-Hawa im Westen von Gaza-Stadt getroffen. Das israelische Militär teilt mit, die Attacke habe zwei Hamas-Kämpfern gegolten.Handelsschiff vor Südküste des Landes getroffen – ein ToterEin iranisches Handelsschiff ist vor der Südküste des Iran getroffen worden. Dabei ist eine Person ums Leben gekommen, wie staatliche Medien unter Berufung auf den Gouverneur des Bezirks Qeschm berichten. Drei weitere Menschen seien verletzt worden.Angriff auf Schiff in Straße von Hormus schürt Sorgen um Ölversorgung.Nach einem Angriff auf ein Schiff in der Straße von Hormus und der vorübergehenden Schließung einer wichtigen saudischen Ölpipeline wachsen die Sorgen um die Energieversorgung. Die britische Seehandelsorganisation UKMTO teilte mit, ein Projektil habe ein Schiff in der Meerenge getroffen. Das Ausmaß der Schäden und der Zustand der Besatzung waren zunächst unklar. In der vergangenen Woche war der Preis für Brent-Rohöl wieder über 100 Dollar je Barrel gestiegen. Die 1.200 Kilometer lange saudische Ost-West-Pipeline, die nach einem Drohnenangriff vorsorglich geschlossen wurde, transportierte zuletzt vier bis fünf Millionen Barrel Öl pro Tag – rund vier bis fünf Prozent des weltweiten Angebots.US-Präsident Donald Trump sagte, wahrscheinlich sei der Iran für den Angriff auf die Pipeline verantwortlich. Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman bat Trump nach Angaben von Reuters um militärische Hilfe gegen die Huthi-Rebellen, Washington lehnte eine direkte Einmischung demnach zunächst ab und sagte Unterstützung durch Geheimdienstinformationen zu. Die vom Iran unterstützten Huthi haben ihre Angriffe zuletzt ausgeweitet. Am Montag wollen Iran und die arabischen Golfstaaten in Oman über den Konflikt und die Zukunft der Straße von Hormus beraten. Ein iranischer Vertreter dämpfte jedoch die Erwartungen an einen Durchbruch. Iran fordert die Anerkennung seiner Kontrolle über die Meerenge und damit auch die Möglichkeit, Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen zu erheben, was die USA ablehnen. „Unbekanntes Geschoss“: Schiff in Straße von Hormus angegriffenIn der Straße von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden. Es wurde bei der Durchfahrt der Meerenge von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen, wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht mitteilte. Es gebe zunächst keine Informationen zum Verbleib der Besatzung oder möglichen Schäden. Anders als in den meisten bisherigen Fällen machte die Behörde auch keine Angaben zum genauen Ort des Vorfalls. Damit blieb unklar, ob das Schiff vor der Küste des Omans oder näher an der iranischen Küste getroffen wurde. Es blieb auch unklar, wer für den Angriff verantwortlich war. Saudi-Arabien: Zwei Verletzte nach Huthi-BeschussDurch Beschuss der proiranischen Huthi-Miliz sind in Saudi-Arabien nach offiziellen Angaben zwei Menschen verletzt worden. Es habe außerdem Schäden an einer Moschee und weiteren Gebäuden sowie an Fahrzeugen gegeben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf den Zivilschutz. Der Vorfall ereignete sich in der an den Jemen angrenzenden Region Dschasan im Südwesten des Landes. Die Rede war von einem nicht näher definierten Projektil, das die Huthi-Miliz abgefeuert haben soll. Die Huthi kämpfen im Jemen gegen die international anerkannte Regierung, die wiederum von Saudi-Arabien unterstützt wird. Der seit Jahren andauernde Konflikt ist durch den Iran-Krieg erneut entflammt.Iranischer Insider: Straße von Hormus wird vorerst nicht wieder eröffnetDie iranische Agentur Tasnim zitiert einen iranischen Insider mit den Worten, eine Vereinbarung zwischen dem Iran und Oman sehe zwar keine sofortige Wiederöffnung der Straße von Hormus vor. Sie schaffe aber die Grundlage dafür, dass diese wieder geöffnet werden könnte. Die Vereinbarung sei ein Schritt in Richtung der Ausübung der Souveränität des Iran über die Meerenge. Deren Wiederöffnung hänge vollständig davon ab, dass die USA die Bedingungen Teherans erfüllten.Iran und Emirate haben sich zu Gesprächen getroffenDer iranische Präsident Massud Peseschkian und der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Sajed al Nahjan, haben sich am Rande des BRICS‑Gipfels in Neu-Delhi getroffen. Nach Angaben der Regierung der Emirate erörterten die beiden Präsidenten regionale und internationale Entwicklungen sowie Möglichkeiten zur Deeskalation und zur Förderung von Stabilität. Zudem ging es demnach um Bemühungen für Frieden und Entwicklung in der Region.Irak bestätigt Angriffe auf saudische Ölpipeline von seinem GebietDie irakische Regierung hat bestätigt, dass Angriffe auf eine saudische Ölpipeline von irakischem Gebiet ausgingen. Die Regierung teilte am Samstagmorgen mit, Ministerpräsident Ali al-Saidi habe eine Untersuchung des Einsatzkommandos in der Provinz Majsan angeordnet und dessen Kommandeur entlassen. Zuvor hatten die Behörden festgestellt, dass die Angriffe auf Saudi-Arabien von einem Standort in dieser Provinz aus gestartet worden waren.Iran stellt Öffnung der Straße von Hormus in AussichtIrans Präsident Massud Peseschkian stellt nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna eine Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus in Aussicht. Peseschkian knüpft diesen Schritt jedoch an ein Ende der US-Seeblockade sowie militärischer Aktionen der US-Armee. Laut Peseschkian unterzeichnen der Oman und Iran an diesem Montag in der omanischen Hauptstadt Maskat ein Abkommen über neue Schiffsrouten in der Meerenge. Beide Länder sind Anrainer der Straße von Hormus. Bei der Unterzeichnung nehmen Peseschkian zufolge auch die Außenminister der arabischen Anrainerstaaten des Persischen Golfs teil. Das Abkommen solle dann der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation übergeben werden.Bericht: US-Schutz für Tanker in Hormus nur noch zu bestimmten ZeitenDie USA schränken einem Medienbericht zufolge den militärischen Schutz für Tanker in der Straße von Hormus auf bestimmte Zeitfenster ein. Die Schiffe seien aufgefordert worden, die Meerenge nur noch zu festgelegten Zeiten zu passieren, berichtet die Zeitung „Financial Times“ unter Berufung auf E-Mails des US-Marinekoordinationszentrums. Der Schutz aus der Luft sei seit Anfang September auf zwei tägliche Zeitfenster begrenzt. Hintergrund sind verstärkte iranische Angriffe auf Schiffe in der Nacht. Die Regierung in Washington bietet die Unterstützung seit Mai für Schiffe an, die eine Route entlang der omanischen Küste nutzen.Irak schließt Iran-Übergang nach Drohnenangriff auf saudische PipelineDer Irak schließt nach den jüngsten Drohnenangriffen in Saudi-Arabien als Vorsichtsmaßnahme den Grenzübergang Schalamtscheh zum Iran. Das sagten zwei Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Derzeit laufe ein groß angelegter Einsatz, um die Täter zu fassen. Die Regierung in Riad führt den Angriff auf die wichtige Ost-West-Pipeline des Landes auf aus dem Irak gestartete Drohnen zurück. Unterdessen warnte der saudi-arabische Zivilschutz in Chamis Muschait vor einer möglichen Gefahr.Irak setzt Militärkommandeur nach Drohnenangriffen auf Saudi-Arabien abDer Irak setzt nach Angaben des Büros des Ministerpräsidenten einen Militärkommandeur ab. Untersuchungen hätten ergeben, dass die jüngsten Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien von irakischem Gebiet ausgegangen seien. Der Kommandeur war der Mitteilung zufolge bislang für Einsätze in der südirakischen Provinz Maysan zuständig.Saudi-Arabien schaltet nach Angriffen wichtige Pipeline abSaudi-Arabien hat die wichtige Ost-West-Pipeline, die unter Umgehung der faktisch blockierten Straße von Hormus Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer bringen kann, nach Angriffen auf die Leitung in den Regionen Riad und Medina vorsorglich abgeschaltet. Das teilte die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf eine Quelle im Energieministerium mit. Bei der Attacke am Donnerstag seien mehrere Menschen verletzt worden. Es seien die notwendigen Maßnahmen getroffen worden, um die Pipeline zu sichern, hieß es weiter. Angaben zu möglichen Schäden gab es zunächst ebenso wenig wie zu dem Angreifer. Der US-Sender CNN berichtete unter Berufung auf Angaben von US-Regierungsbeamtenseite, dass die mehr als 1.200 Kilometer lange Pipeline durch Drohnen angegriffen worden sei, die aus dem Irak gestartet sein sollen. Das für die Region zuständige US-Kommando Centcom lehnte auf Anfrage einen Kommentar zu dem Bericht ab. Iran und Golfstaaten wollen über Straße von Hormus sprechenDer Iran und Staaten am Persischen Golf wollen Berichten zufolge am kommenden Montag über die umkämpfte Straße von Hormus sprechen. An dem Treffen sollen die Außenminister aus dem Iran, Irak, Oman, Kuwait, Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien teilnehmen, wie die „Financial Times“ und das iranische Nachrichtenportal „Iran Nuances“ berichteten. Ausgerichtet werde das Treffen im Oman. Iranischer Präsident trifft zum BRICS-Gipfel in Indien einDer iranische Präsident Masoud Pezeshkian ist zum BRICS‑Gipfel nach Neu-Delhi gereist. Indische Sender berichteten, dass der Nahostkonflikt weit oben auf der Tagesordnung stehen werde. Pezeshkian, der zum ersten Mal als Staatschef Indien besucht, wird Gespräche mit dem indischen Premierminister Narendra Modi führen, teilte iranische staatliche Nachrichtenagentur Irna mit. Der zweitägige BRICS‑Gipfel beginnt morgen.Israels Armee tötet hochrangigen Hamas-Kommandeur im GazastreifenDie israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen hochrangigen Kommandeur der islamistischen Hamas im Gazastreifen mit einem gezielten Angriff getötet. Nach Angaben des Militärs war der Kommandeur der Hamas-Brigade von Chan Junis, Muhammad Jasuri, für die Planung von Dutzenden Anschlägen auf israelische Soldaten verantwortlich. Außerdem soll er den Wiederaufbau der im Gaza-Krieg geschwächten Brigade vorangetrieben haben. Die Terrororganisation Hamas unterhält im Gazastreifen fünf Brigaden.Al Jazeera: Saudi-Arabien fliegt Luftangriffe auf eroberten Huthi-HafenDer Nachrichtensender Al Jazeera zitiert Berichte aus Kanälen der Huthi-Miliz, die offenbar Luftangriffe Saudi-Arabiens melden. Dabei soll es um die Hafenstadt Mokka am Roten Meer gehen, die die Miliz erst Stunden zuvor erobert hatte.Huthi erobern Insel in wichtiger Meerenge Bab al-MandabDie mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen haben jemenitischen Regierungsquellen zufolge eine strategisch gelegene Insel in der Meerenge Bab al-Mandab erobert. Der für den Welthandel enorm wichtige Schifffahrtsweg durch das Rote Meer dürfte damit noch stärker bedroht werden als bisher.Iran spricht mit Pakistan über regionale EskalationIrans Außenminister hat im Zuge der regionalen Eskalation im Jemen mit Pakistans Armeechef telefoniert. Dabei hätten sich Minister Abbas Araghtschi und Feldmarschall Asim Munir am Donnerstagabend über die „Verschärfung der Spannungen und die zunehmende Unsicherheit in der Region“ ausgetauscht, teilte das iranische Außenministerium mit.Beide Seiten hätten auf die Notwendigkeit regionaler Koordinierung verwiesen, um einen „dauerhaften Frieden“ und „nachhaltige Sicherheit“ in der Region zu schaffen. Die Atommacht Pakistan vermittelt im Konflikt zwischen den USA und dem Iran, zuletzt jedoch ohne erkennbare Fortschritte.Irans Außenminister Abbas Araghtschi. dpaHuthi-Miliz kontrolliert weite Teile der jemenitischen KüsteDie vom Iran unterstützte Huthi-Miliz treibt im Jemen ihren Vormarsch entlang der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab am Roten Meer voran. Die Islamisten hätten den Küstenort Dhubab erreicht, sagen zwei Vertreter der jemenitischen Regierung der Nachrichtenagentur Reuters. Die Stadt gilt zusammen mit der nahegelegenen Insel Perim als Schlüssel für die Kontrolle über Bab al-Mandab, einer der weltweit wichtigsten Schifffahrtsrouten für den Transport von Öl und anderen Waren.Bericht: Trump lehnt saudiarabische Bitte um Angriffe auf Huthis abDer saudiarabische Kronprinz Mohammed bin Salman hat US-Präsident Donald Trump einem Medienbericht zufolge vergeblich zu Militärschlägen gegen die Huthi-Rebellen im Jemen gedrängt. Der Kronprinz habe Trump am Donnerstag zweimal angerufen und zu den Angriffen auf die vom Iran unterstützte Miliz aufgefordert, berichtete das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter am Freitag. Trump habe die Bitte jedoch abgelehnt. Die US-Regierung beabsichtige derzeit nicht, direkt militärisch gegen die Huthis vorzugehen und wolle sich auf den Konflikt mit dem Iran konzentrieren. Eine Stellungnahme der USA und Saudi-Arabiens lag zunächst nicht vor.Die USA sind dem Axios-Bericht zufolge zwar besorgt über den wieder eskalierenden Konflikt im Jemen und weiteten ihre Unterstützung für Saudi-Arabien aus. Sie wollten jedoch eine direkte militärische Beteiligung vermeiden. US-Vertreter hätten Saudi-Arabien in den vergangenen Wochen signalisiert, dass Präsident Trump den Fokus auf den Iran und die Sicherung der Straße von Hormus richten und die Eröffnung einer weiteren militärischen Front vermeiden wolle.Dieser Liveblog ist zuerst beim „Handelsblatt“ erschienen.