In der aktuellen Krise müsse die Union »zusammenstehen und uns nicht durch die AfD auseinanderbringen« lassen. Merz und die Koalition seien in der Krise, hätten es aber auch mit beispiellosem Gegenwind zu tun. Vor der Wahl in Sachsen-Anhalt hätten sowohl die US-Führung um Donald Trump als auch der Kreml Stimmung für die AfD geschürt. Wahr sei zwar, dass es einen »schweren Durchhänger« gebe. Dieser sei »vielleicht der schwerste, den man sich vorstellen kann –, aber kein Grund zum Aufgeben«, sagte Söder.
Söder will »einen Zacken zulegen«Für die CSU könne er ausschließen, dass es Wünsche nach einem Kanzlersturz gebe. »Von der CSU auf keinen Fall.« Allerdings könne er nicht für die Schwesterpartei sprechen. »Für die CDU bin ich nicht zuständig, da bin ich nicht der Vorsitzende. Aber für die CSU kann ich das sagen«, so Söder.
Auf die Frage, ob Merz noch der richtige Bundeskanzler sei, antwortete Söder: »Ja, er steht zu den Reformen.«Für das schlechte Erscheinungsbild der Koalition machte der CSU-Chef auch den Koalitionspartner verantwortlich. Mit Blick auf Sachsen-Anhalt sei es »ein schlechtes Signal, dass die SPD nach diesem Wahlergebnis plötzlich anfängt, alles infrage zu stellen«. Söder hält nach eigenen Worten nichts davon, das Reform-Tempo zu drosseln, wie Sozialdemokraten es fordern. Im Gegenteil: »Berlin muss einen deutlichen Zacken zulegen. Die bisherigen Ergebnisse sind zu mager, die reichen nicht.«











