Über eine Stunde nahm sich Horst Heldt am vergangenen Dienstag Zeit für die Medienvertreter. In einer Gesprächsrunde äußerte sich der Manager des 1. FC Union Berlin ausführlich zu allen relevanten sportlichen Themen rund um den Verein. Dabei ging es auch um Trainer Mauro Lustrinelli und das Vorhaben, in der Alten Försterei künftig einen anderen Fußball spielen zu lassen. Flexibler soll das Angebot der Köpenicker Kicker werden. Variabler, attraktiver. Kampf und noch mehr Krampf sollen einer Spielweise weichen, mit der man einen Gegner auch mal fußballerisch in die Schranken weisen kann. Heldt war es wichtig, zu betonen, dass es dabei nicht um die Auseinandersetzungen mit den Schwergewichten der Liga gehen würde. Siege gegen Bayern, Dortmund, Stuttgart oder Leipzig seien zwar schön. Wichtig wären aber vor allem Erfolge gegen die Vereine, die sich vermehrt im hinteren Tabellendrittel aufhalten.

Einzelkritik

Das Union-Zeugnis: Von Zwei bis Fünf ist bei der Schalke-Pleite alles dabei

„Wir wollen die Chancen erhöhen, die Spiele gegen Mannschaften auf Augenhöhe in Zukunft auf unsere Seite zu ziehen“, hatte Heldt gesagt.Das Spiel am Freitagabend gegen den FC Schalke 04 fiel in genau diese Kategorie. Der Aufsteiger hatte in den ersten beiden Saisonspielen selbst noch keinen eigenen Treffer erzielt, sich im DFB-Pokal erst in der Verlängerung bei Viertligist Halle in die nächste Runde gequält. Ein Abend, wie gemalt, die Fans in der Alten Försterei mit einem Heimsieg ins Wochenende zu schicken. Es kam ganz anders.