Echte Härtetests waren die Spiele bei Optik Rathenow (12:2) und dem SV Grün-Weiß Lübben (16:0) für die Profis des 1. FC Union Berlin am vergangenen Wochenende noch nicht. Der vielfache Klassenunterschied war in beiden Partien von der ersten bis zur letzten Minute zu spüren. Viel eher nutzte der neue Trainer Mauro Lustrinelli die beiden Auftritte in Brandenburg, seine Spieler erstmals unter Wettkampfbedingungen auf dem Rasen zu sehen. Der Auftakt der insgesamt achtwöchigen Vorbereitung (unterbrochen von einer kurzen Verschnaufpause zwischen dem 20. und 26. Juli; Anm. d. Red.) verlief im Gegensatz zur Vorsaison reibungslos. Seinerzeit traten die Köpenicker in Brandenburg an der Havel und Ahrensfelde an. Beim zweiten Spiel verletzte sich Livan Burcu so schwer, dass er anschließend operiert werden musste und mehrere Monate ausfiel. Der Hintergedanke dieser Spiele machte sich in der Umsetzung dennoch positiv bemerkbar: Union präsentierte sich fannah in der Region, machte vor allem die jüngsten Fans der Eisernen durch zahlreich erfüllte Foto- und Autogramm-Wünsche glücklich.

Frauen-Bundesliga

FC Bayern zum Start: Marie-Louise Eta kämpft mit 1. FC Union um Bundesligarekord

Am Donnerstag (9. Juli, 18.30 Uhr) geht die Tour durch den Fußball-Osten mit dem Gastspiel beim Chemnitzer FC weiter. Die Sachsen belegten in der abgelaufenen Saison der Regionalliga Nordost Rang sieben und sind in der Vorbereitung schon deutlich weiter. Alles andere als Laufkundschaft also. „Grundsätzlich ist das Aufeinandertreffen mit Union ein Spiel, das die Mannschaft genießen soll. Es ist das erste Spiel im heimischen Stadion, bei dem die Mannschaft ihr neues Gesicht zeigen und sich unseren Fans präsentieren kann. Wir sind alle gespannt und wollen die Möglichkeiten nutzen, um die Vorfreude auf die kommende Saison zu steigern“, erklärt CFC-Trainer Benjamin Duda vor dem Spiel. Der 38-Jährige, der in der Hauptstadt schon den Berliner AK trainierte, verrät im gleichen Atemzug auch schon den sportlichen Matchplan im Vergleich zwischen Viert- und Erstligist: „Es ist ein übermächtiger Gegner, den wir gerne ärgern, nerven und stressen wollen. Gleichzeitig wollen wir selbst taktisch weiter in die Tiefe gehen. Wir wollen unsere Prinzipien umsetzten und durch Konter Nadelstiche setzen. So werden wir weitere Erkenntnisse für die restliche Saisonvorbereitung gewinnen.“