Frankfurt/Main (dpa) - Die Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees, Eva Umlauf, hat den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) gebeten, sich für ein AfD-Verbotsverfahren einzusetzen. „Im Mai waren Sie zum ersten Mal in Auschwitz. An jenem Ort, an dem ich als kleines Mädchen beinahe ermordet worden wäre“, schrieb Umlauf in einem offenen Brief an Wüst, aus dem die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ zitierte. Dort habe Wüst gesagt: „Erinnerung ohne Konsequenz bleibt bloße Geste.“ Darum bitte sie Wüst nun, seinen Worten Taten folgen zu lassen. „Stoßen Sie ein AfD-Verbotsverfahren an. Jetzt, bevor es zu spät ist“, schrieb Umlauf. Sie habe verstanden, dass es aus seiner Sicht „zuerst eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern braucht, welche die Erkenntnisse zusammenträgt und bewertet“. Wüst könne aber das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz im Oktober setzen.Sie sage nicht, dass die Geschichte sich wiederhole, machte Umlauf klar. „Doch was heute geschieht, weckt schlimmste Erinnerungen in mir.“ Sie führte als Gründe ihrer Sorge die Pläne der AfD in Sachsen-Anhalt an, Flüchtlingskinder in Sonderklassen zu unterrichten und Kinder mit Behinderungen aus Regelklassen zu nehmen. Dies würde bedeuten, die Inklusion wieder abzuschaffen. Die Remigrationspläne der Partei bezeichnete sie als verfassungswidrig.© dpa-infocom, dpa:260911-930-672262/1
Auschwitz-Überlebende dringt auf AfD-Verbotsverfahren
Frankfurt/Main (dpa) - Die Präsidentin des Internationalen Auschwitz Komitees, Eva Umlauf, hat den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) gebeten, sich für ein AfD-Verbotsverfahren einzusetzen. „Im Mai waren Sie zum ersten Mal in Auschwitz. An jenem Ort, an dem ich als kleines Mädchen beinahe ermordet worden wäre“, schrieb Umlauf in einem offenen Brief an Wüst, aus dem die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ zitierte. Dort habe Wüst gesagt: „Erinnerung ohne Konsequenz bleibt bloße Geste.“ Darum bitte sie Wüst nun, seinen Worten Taten folgen zu lassen. „Stoßen Sie ein AfD-Verbotsverfahren an. Jetzt, bevor es zu spät ist“, schrieb Umlauf. Sie habe verstanden, dass es aus seiner Sicht „zuerst eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern braucht, welche die Erkenntnisse zusammenträgt und bewertet“. Wüst könne aber das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz im Oktober setzen.Sie sage nicht, dass die Geschichte sich wiederhole, machte Umlauf klar. „Doch was heute geschieht, weckt schlimmste Erinnerungen in mir.“ Sie führte als Gründe ihrer Sorge die Pläne der AfD in Sachsen-Anhalt an, Flüchtlingskinder in Sonderklassen zu unterrichten und Kinder mit Behinderungen aus Regelklassen zu nehmen. Dies würde bedeuten, die Inklusion wieder abzuschaffen. Die Remigrationspläne der Partei bezeichnete sie als verfassungswidrig.© dpa-infocom, dpa:260911-930-672262/1













