Der Morgen des 11. September war in New York diesmal nicht so aufreizend sonnig wie vor 25 Jahren. Damals hatte die kristallklare Kulisse den Eindruck des komplett unwirklichen Horrors noch verstärkt, als die beiden Flugzeuge in die gläsernen Türme des World Trade Centers rauschten, ehe alles in sich zusammenstürzte. Es sah aus, als habe sich die Apokalypse den schönsten Septembertag ausgesucht. Diesmal, ein Vierteljahrhundert später, hing am Morgen eine graue Wolkendecke über dem Tatort, den man Ground Zero nennt. Das wirkte deutlich angemessener für diesen Tag der Trauer, der Tränen und der kollektiven Traumata.