Chinas Staatschef Xi Jinping kommt erstmals seit 2019 nach Indien – zum Brics-Gipfel. Gelingt dem Bündnis eine gemeinsame Politik trotz Unterschieden?

Brics-Gipfel in Delhi 2026: Indien heißt den russischen Präsidenten Wladimir Putin willkommen

Francis Mascarenhas/reuters

Indiens Hauptstadt Delhi hat sich in eine Festung verwandelt, denn an diesem Wochenende haben sich die Staats- und Regierungschefs der sogenannten Brics-Staaten angekündigt. „Nicht westlich, aber nicht antiwestlich“, so beschreibt der indische China-Experte Srikanth Kondapalli das Bündnis. Und seine Worte fassen den Widerspruch ganz gut zusammen. China und Russland wollen den Einfluss westlich dominierter Institutionen zurückdrängen. Indien beharrt auf strategischer Eigenständigkeit und sucht engere Beziehungen zum Westen. Gleichzeitig sind Schwellenländer auf Wachstum und Exporte in die USA und nach Europa angewiesen.

Wie diese unterschiedlichen Interessen zusammenpassen, wird sich jetzt beim 18. Gipfeltreffen zeigen. Indiens hindunationalistischer Premierminister Narendra Modi trifft dabei auf Chinas Staatschef Xi Jinping, der erstmals seit sieben Jahren Indien besucht. Erwartet werden zudem Russlands Präsident Wladimir Putin, Irans Präsident Massud Peseschkian sowie UN-Generalsekretär António Guterres. Unter den wenigen Frauen ist auf der Gästeliste Ugandas Vizepräsidentin Jessica Alupo. Uganda ist Brics-Partner, aber kein Mitglied.