PfadnavigationHomePolitikDeutschlandLandtagswahlAfD in Mecklenburg-Vorpommern knapp vor SPD – CDU nähert sich in Umfrage Fünf-Prozent-HürdeStand: 10:55 UhrLesedauer: 3 MinutenAfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm sieht nach dem Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt eine Aufbruchsstimmung für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Im Interview äußert er sich zum Zweikampf mit Manuela Schwesig (SPD), möglichen Regierungssondierungen und der Verbotsdebatte.Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich zehn Tage vor der Abstimmung ein enges Rennen ab. In einer Umfrage im Auftrag der NGO Campact erreicht die CDU nur sechs Prozent.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenRund zehn Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ⁠zeigt sich in einer neuen Umfrage weiterhin ein anderes Bild als bei der Wahl am vergangenen Sonntag in Sachsen-Anhalt: Laut dem am Freitag veröffentlichten ZDF-„Politbarometer“ liefern sich in ⁠dem nordöstlichen Bundesland AfD und SPD ein Kopf-an-Kopf-Rennen.Die Daten wurden ​von der Forschungsgruppe Wahlen nach ‌der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erhoben, bei der die AfD nur ​knapp die absolute Mehrheit verpasste. Aber auch in Mecklenburg-Vorpommern deutet sich eine schwierige Regierungsbildung an. Forschungsgruppe Wahlen / im Auftrag des ZDF, 11. September 2026:AfD: 37 ProzentSPD: 34 ProzentCDU: 7 ProzentLinke: 10 ProzentGrüne: 5 ProzentBSW: 4 ProzentSonstige: 3 ProzentDabei hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gute Chancen, weiter in Schwerin zu regieren. Die AfD liegt laut ZDF-„Politbarometer“ bei 37 und die SPD bei ​34 Prozent. Dann folgen die Linke mit zehn und die CDU mit nur noch sieben Prozent. Die Grünen müssen mit fünf Prozent um den Einzug in den Landtag bangen – das BSW droht diesen der Umfrage zufolge mit vier Prozent nicht zu schaffen.Im Vergleich zum Ergebnis der Landtagswahl 2021 könnte besonders die CDU Wähler verlieren. Vor fünf Jahren kam die Partei noch auf 13,3 Prozent. Die SPD lag bei 39,6 Prozent, gefolgt von der AfD (16,7). Die Linke lag bei 9,9 Prozent, die Grünen schafften mit 6,3 Prozent den Einzug und auch die FDP (5,8 Prozent) war vertreten. Es ist die erste Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen seit der Wahl 2021.Lesen Sie auchEtwas anders sieht es bei der Online-Umfrage der Wahlforschungsagentur Pollytix für die NGO Campact aus. Demnach reicht es bei der CDU nur für sechs Prozent. Es ist der schwächste Wert für die CDU, der jemals in einer Umfrage in Mecklenburg-Vorpommern für die Partei gemessen wurde. Ein solches Wahlergebnis wäre für die CDU auch das bundesweit schlechteste seit Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg. Der bisherige Negativrekord stammt aus Bremen, wo die Partei 1951 auf 9,0 Prozent kam.Die SPD kommt auf 30 und liegt damit sechs Prozentpunkte hinter der AfD. Mit sechs Prozent würden es die Grünen hingegen knapp in den Landtag schaffen, das BSW mit fünf Prozent ebenfalls. Umfragewerte von Pollytix im Auftrag von Campact: AfD: 36 ProzentSPD: 30 ProzentCDU: 6 ProzentLinke: 12 ProzentGrüne: 6 ProzentBSW: 5 ProzentFDP: 2 ProzentSonstige: 3 ProzentDie Forschungsgruppe Wahlen fragte auch, wen sich die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern an der Spitze einer Landesregierung wünschen. Schwesig liegt mit 61 Prozent klar vor dem AfD-Spitzenkandidaten Leif-Erik ‌Holm (28 Prozent). Allerdings würde es für die Fortsetzung der bisherigen SPD-Linken-Koalition nach den Zahlen beider Umfragen nicht ‌reichen. Schwesig könnte auf einen dritten Koalitionspartner angewiesen sein.Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschern die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.Die Forschungsgruppe Wahlen befragte im Auftrag des ZDF von Montag bis Donnerstag 1053 Wahlberechtigte. Sie gibt die Fehlertoleranz bei einem Anteilswert von 40 Prozent mit plus/minus drei Prozentpunkten an, bei einem Anteilswert von zehn Prozent sind es plus/minus zwei Punkte. Die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ.Pollytix befragte im Auftrag von Campact nach eigenen Angaben 1252 Personen am Dienstag und Mittwoch online und telefonisch. Eine Fehlertoleranz weist die Agentur nicht aus. Die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ.jm mit Reuters