PfadnavigationHomePolitikDeutschlandUmfrageAfD führt in Mecklenburg-Vorpommern weiter deutlich – SPD holt aber aufStand: 21:50 UhrLesedauer: 2 MinutenVor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern steht die CDU unter Druck. Politologe Jochen Müller sieht die Partei vor der Herausforderung, sich gegen Regierung und AfD zu behaupten. Die Stärke der AfD erklärt er vor allem mit der Unzufriedenheit vieler Wähler.Die AfD bleibt in Mecklenburg‑Vorpommern klar vorn: Drei Monate vor der Wahl festigt die Partei laut Insa ihren Spitzenplatz, doch die SPD kann den Rückstand leicht verkürzen.Drei Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD einer Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter deutlich vorn. Die am Montag veröffentlichte Erhebung des Instituts Insa Consulere für den „Nordkurier“ aus Neubrandenburg sieht die Partei bei 35 Prozent – ein Plus von einem Prozentpunkt im Vergleich zum März. Die regierende SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig legt demnach um zwei Punkte auf 28 Prozent zu.Die mitregierende Linke gewinnt einen Punkt hinzu und kommt auf elf Prozent. Die oppositionelle CDU verliert zwei Punkte und erreicht zehn Prozent. Das BSW wird mit einem Plus von einem Punkt bei sechs Prozent verortet und könnte erstmals in den Schweriner Landtag einziehen. Die Grünen und die FDP würden mit vier beziehungsweise drei Prozent hingegen aus dem Landesparlament ausscheiden.Lesen Sie auchSchwesigs rot-rote Koalition hätte der Umfrage zufolge keine Mehrheit mehr. Abseits der AfD reicht es auch für andere Zweierbündnisse nicht. Die CDU wiederum schließt Koalitionen mit der Linkspartei, etwa ein Dreierbündnis mit der SPD, aus. Befragt wurden vom 11. bis zum 18. Juni 1000 Wahlberechtigte. Die Landtagswahl findet am 20. September statt.Die Ergebnisse der Insa-Umfrage im Überblick:AfD: 35 Prozent (+1)SPD: 28 Prozent (+2)Linke: 11 Prozent (+1)CDU: 10 Prozent (-2)BSW: 6 Prozent (+1)Grüne: 4 Prozent (-1)FDP: 3 Prozent (+-0)Der Politikwissenschaftler Jochen Müller von der Universität Greifswald sagte dem „Nordkurier“, die Umfrageergebnisse zeigten ein „stabiles Bild“. Eine deutliche Veränderung gebe es aber im Vergleich zweier Parteien: „Die SPD hat im vergangenen Jahr deutlich zugelegt. Die CDU dagegen hat im gleichen Zeitraum verloren.“ Für Grüne, BSW und FDP werde es dagegen „knapp bis sehr knapp“. Vieles werde davon abhängen, wie sich eine mögliche Fokussierung der Wähler im Wahlkampf auf AfD und SPD auf die anderen Parteien auswirkt. Müller erklärt: „Gerade bei Parteien nahe der Fünf-Prozent-Hürde können Umfragen selbst die Wahlentscheidung beeinflussen.“ Da könnte es entscheidend sein, ob eine Partei vorher über oder unter der Hürde liegt.AFP/nw