Im Oktober 2022 registrierten astronomische Observatorien weltweit den stärksten jemals gemessenen Gammablitz, der in den wissenschaftlichen Datenbanken unter der offiziellen Bezeichnung GRB 221009A geführt wird. Inmitten der unzähligen dabei zur Erde gesandten Lichtteilchen befand sich ein einzelnes Photon, das eine besonders hohe Energie von 300 Teraelektronenvolt aufwies und damit die bisherigen theoretischen Modelle der Astrophysik vor ein beträchtliches Problem stellte.Anzeige
Dieses spezifische Photon wurde vom Carpet-Detektor am Baksan-Observatorium in der russischen Kaukasusregion erfasst, hätte unseren Planeten aber nach den etablierten Regeln der Physik unter normalen Umständen niemals erreichen dürfen. Auf seiner rund zwei Milliarden Lichtjahre langen Reise durch das All hätte das Lichtteilchen unweigerlich mit den Photonen der kosmischen Hintergrundstrahlung kollidieren und dabei vollständig absorbiert werden müssen, wie Space.com ausführlich berichtet.
Diese Hintergrundstrahlung ist ein messbares Relikt aus der Frühzeit des Universums und füllt den gesamten Weltraum wie ein unsichtbares Netz aus. Da der russische Detektor den Einschlag des massereichen Photons jedoch zweifelsfrei dokumentierte, begannen Astrophysiker:innen weltweit umgehend, nach einer schlüssigen Erklärung für dieses eigentlich unmögliche und unerwartete Phänomen zu suchen.Anzeige











