Blasare gehören zu den außergewöhnlichsten und gleichzeitig am schwersten greifbaren Phänomenen unseres Universums, da sie sich dynamisch und unvorhersehbar verhalten. Es handelt sich bei ihnen um weit entfernte Galaxien, die extrem schmale Jets aus leuchtender Materie mit unvorstellbarer Wucht fast direkt auf die Erde feuern.Anzeige

Bislang haben Forscher:innen das charakteristische Flackern dieser hochenergetischen Strahlung mit theoretischen Modellen erklärt, die sich fast ausschließlich auf sehr kurze Beobachtungszeiträume von wenigen Tagen stützten. Wenn man ein solches gigantisches astronomisches Objekt jedoch über zwei volle Jahrzehnte hinweg akribisch betrachtet, bricht dieses etablierte Erklärungsmodell der Astrophysik in sich zusammen.

Das Ende der Blazar-Modelle

Genau das ist jetzt bei der Langzeitbeobachtung des massereichen Blasars PKS 2155–304 geschehen, der rund 1,5 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt im Sternbild Südlicher Fisch liegt. Die Astrophysikerin Alicja Wierzcholska von der Polnischen Akademie der Wissenschaften im polnischen Krakau und Michael Zacharias von der deutschen Universität Heidelberg haben dazu umfangreiche Daten der Weltraumteleskope Swift und Fermi der US-Raumfahrtbehörde Nasa ausgewertet.Anzeige