Genau das – eine 90 Jahre alter Theorie – haben Forscher nun womöglich zum ersten Mal direkt beobachtet – an einem toten Sternenkern in unserer Milchstraße. Eine Nasa-Sonde fing dort ein Signal auf, das auf Vakuumdoppelbrechung hindeutet: einen Effekt, den die Physik vor 90 Jahren vorhersagte, aber nie zweifelsfrei belegen konnte.
Die Studie erschien am Mittwoch im Fachjournal Nature. Sie könnte erklären, warum das Licht dieses Magnetars so ungewöhnlich stark ausgerichtet ist – und wie sich leerer Raum unter Extrembedingungen verhält.
Vakuumdoppelbrechung? Das ist die 90-jährig Vorhersage
Die Theorie stammt aus dem Jahr 1936 und gehört zur Quantenelektrodynamik.
Ihr Kern: Ein extrem starkes Magnetfeld verändert das Vakuum. Der leere Raum wirkt dann wie eine Linse oder ein Prisma – er filtert Licht nach dessen Schwingungsrichtung und verstärkt so die Polarisation.











