Die US-Raumfahrtbehörde Nasa verlor zwar bereits im Dezember des Jahres 2025 den Kontakt zu ihrer Marssonde Maven, aber der riesige Datenschatz der Sonde liefert weiterhin wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse. Ein Forschungsteam der US-amerikanischen University of California in Berkeley hat diese detaillierten Archivdaten jetzt genutzt, um ein lange bestehendes Rätsel der Planetenforschung fundiert zu lösen.Anzeige
Die Wissenschaftler:innen konnten nachweisen, dass Polarlichter auf dem Mars nach einem ganz ähnlichen Prinzip entstehen wie auf der Erde. Die Ergebnisse ihrer komplexen Untersuchung wurden kürzlich in einer im Wissenschaftsmagazin Nature Communications veröffentlichten Studie für die Fachöffentlichkeit detailliert beschrieben.
Ein globales Magnetfeld ist auf dem Mars längst Geschichte
Dabei spielt der sogenannte Dungey-Zyklus eine zentrale Rolle, der den beständigen Fluss geladener Teilchen sowie die magnetische Rekonnexion in der Atmosphäre eines Planeten beschreibt. Bislang gingen Astrophysiker:innen überwiegend davon aus, dass dieser spezifische Prozess zwingend ein globales Magnetfeld voraussetzt, wie es unsere Erde bekanntermaßen besitzt.Anzeige
Der Mars hat sein planetares Magnetfeld jedoch bereits vor rund vier Milliarden Jahren verloren, weil die Hitze und die geologische Aktivität in seinem Kern weitgehend zum Erliegen kamen. Übrig geblieben sind in der Folge lediglich stark magnetisierte Abschnitte in der Planetenkruste, die als Überbleibsel einstiger Lavaeruptionen wie winzige magnetische Schirme über die gesamte Oberfläche verteilt sind.






