Mehr als elf Jahre lang hat sie Daten vom Roten Planeten geliefert – jetzt trauert die US-Raumfahrtbehörde Nasa um ihre Marssonde »Maven«. Das Ende der Mission komme dem »Verlust eines geliebten Menschen« gleich, sagte Projektmanager Mike Moreau auf einer Pressekonferenz laut dem Raumfahrtportal »Space.com« . Der Kontakt zu »Maven« war im Dezember 2025 abgebrochen; nach monatelanger Funkstille gilt die Sonde nun, als nicht mehr zu retten.»Maven« hat am 6. Dezember 2025 zum letzten Mal ein Signal zur Erde geschickt. Dieses Signal wurde von einem Netzwerk aus Bodenstationen empfangen, dem Deep Space Network (DSN). Dann flog die sonnenbetriebene Sonde von der Erde aus gesehen hinter den Mars, sodass kein Kontakt möglich war. Als sie wieder hinter dem Planeten hervorkam, zeigten die Daten: »Maven« war in den Sicherheitsmodus gegangen und drehte sich unkontrolliert. Durch diese schnelle Rotation konnten die Batterien offenbar nicht mehr richtig geladen werden, sie entluden sich – was laut der Nasa letztlich das Aus der Sonde bedeutete.Seitdem waren alle Versuche, mit »Maven« Kontakt aufzunehmen, erfolglos, wie die Raumfahrtbehörde am Mittwoch in einer Mitteilung erklärte. Die bisherigen Ergebnisse erklären noch nicht, warum der Fehler genau passiert ist. Ein Team der Nasa versucht, die Ursache zu finden. Ein ausführlicher Abschlussbericht soll noch 2026 vorliegen.
Nasa: Mars-Orbiter »Maven« ist nach monatelanger Funkstille offiziell tot
Mission beendet: Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat sich von der Marssonde »Maven« verabschiedet. Über ein Jahrzehnt hatte sie den Roten Planeten aus der Nähe erforscht – und dabei etwa besondere Polarlichter entdeckt.












