Ein riesiger Sonnenfleck im Jahr 1947 hätte einen sogenannten Superflare auslösen können. Das ist ein weiterer Hinweis darauf, dass auf unserem Heimatstern gigantische Eruptionen vorkommen können. Das hat ein internationales Forschungsteam herausgefunden, wie das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) jetzt öffentlich gemacht hat. Dort war erst vor etwa zwei Jahren ermittelt worden, dass die sogenannten Superflares bei Sternen wie unserer Sonne deutlich häufiger sein könnten als bis dahin angenommen. Für die neue Arbeit hat die Forschungsgruppe jetzt die Größe von Sonnenflecken in Beziehung zur Stärke von Ausbrüchen gesetzt und dann geprüft, ob in der Vergangenheit Exemplare beobachtet wurden, die groß genug waren, um einen Superflare auszulösen. Und sie sind fündig geworden.
Gigantische Sonneneruptionen sind möglich
Bei Superflares werden auf einem Stern binnen kürzester Zeit Energiemengen im Bereich von Quadrilliarden Joule freigesetzt. Das ist mehr als Billionen explodierende Wasserstoffbomben freisetzen, ruft das Forschungsinstitut in Erinnerung. Das wäre etwa das Hundertfache, was beim sogenannten Carrington-Ereignis im Jahr 1859 freigesetzt wurde, einem der heftigsten Sonnenstürme der vergangenen Jahrhunderte. Gleichzeitig lässt sich die Energiemenge solch eines Ausbruchs nur außerhalb der Erdatmosphäre messen, weshalb unsere Daten nur einige Jahrzehnte zurückreichen. Um trotzdem ermitteln zu können, ob unsere Sonne tatsächlich „superflare-fähig“ ist, hat sich die Forschungsgruppe deshalb jetzt den Zusammenhang zwischen Ausbruchsstärke und der Größe von Sonnenflecken genauer angeschaut.







