Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline will seinen traditionsreichen Standort in Dresden bis Sommer 2028 schließen. Weltweit geht die Nachfrage nach Impfstoff zurück. Hunderte Jobs stehen vor dem Aus.
10.09.2026, 19.23 Uhr
Will seinen Standort in Dresden schließen: Blick auf das Serumwerk von GlaxoSmithKline (GSK)
Nach 115 Jahren steht die Impfstoffproduktion in Dresden vor dem Aus. Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) will seinen Standort in Dresden mit knapp 650 Mitarbeitern bis zum Sommer 2028 schließen. Die Produktion von Grippeimpfstoffen soll künftig im kanadischen Standort Ste-Foy gebündelt werden, wie ein Unternehmenssprecher mitteilte. Grund sei die weltweit rückläufige Nachfrage sowie bestehende Überkapazitäten. Der Unternehmer Karl August Lingner, der mit dem Mundwasser Odol reich wurde, hatte das Sächsische Serumwerk 1911 gegründet. Es ist der Ursprung des heutigen GSK-Werks.
Das Unternehmen verpflichte sich, eng mit dem Dresdner Betriebsrat und allen Mitarbeitenden zusammenzuarbeiten und maßgeschneiderte Unterstützungsmaßnahmen bereitzustellen, hieß es. Ziel sei es, die Auswirkungen auf die Beschäftigten zu mildern. „Uns ist bewusst, dass das sehr schwere Nachrichten für unsere engagierten Kolleginnen und Kollegen in Dresden sind“, so das Unternehmen.










