Derzeit arbeiten am Standort rund 640 Mitarbeiter, wie die IGBCE mitteilt. Demnach sei die Belegschaft am Donnerstag über die Schließungspläne informiert worden. Die Gewerkschaft kündigte entschiedenen Widerstand an. Von Unternehmensseite wurde erklärt, dass GSK tatsächlich heute die Absicht bekannt gemacht habe, die Produktion von Grippeimpfstoffen an seinem Standort Ste-Foy, Kanada, zu konsolidieren und infolgedessen mit einem strukturierten Ausstieg aus der Produktion in seinem Dresdner Werk zu beginnen.

„Dieser Vorschlag ist das Ergebnis einer eingehenden strategischen Prüfung der langfristigen Tragfähigkeit der beiden von GSK betriebenen Grippeimpfstoff-Produktionsstätten in Dresden und in Ste-Foy. Grund für die Prüfung ist die sinkende Nachfrage nach traditionellen eibasierten Grippeimpfstoffen, was dazu führt, dass die Produktionskapazitäten derzeit über dem erforderlichen Bedarf liegen. Uns ist bewusst, dass das sehr schwere Nachrichten für unsere engagierten Kolleginnen und Kollegen in Dresden sind“, so GSK in einer Mitteilung.

Betroffen sind von diesem Vorschlag alle rund 650 Mitarbeitenden vor Ort. Die betroffenen Mitarbeitenden stünden für GSK an erster Stelle. Ihnen stehe ein breites Unterstützungsangebot zur Verfügung, das sofortige, praktische und individuelle Hilfe umfasst. Dazu gehört auch ein erweitertes unabhängiges Mitarbeiterunterstützungsprogramm, das vertrauliche Leistungen bietet. „Wir verpflichten uns, eng mit dem Dresdner Betriebsrat und allen Mitarbeitenden zusammenzuarbeiten, Informationen transparent zu teilen und maßgeschneiderte Unterstützungsmaßnahmen bereitzustellen, um alle durch diesen Übergang zu begleiten“, so der Konzern.