Die Lage in der sächsischen Wirtschaft ist ernst, sehr ernst sogar. Erst am Donnerstag hat die Konzernleitung des Impfstoffherstellers GlaxoSmithKline die Schließung des Werkes in Dresden bekanntgegeben. Bis Ende 2028 könnten hier 640 Arbeitsplätze wegfallen. „Wir werden alles tun, den Standort zu erhalten und mit ihm die Arbeitsplätze“, sagt Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) am Freitagmittag in Dresden.
Er selbst und sein Ministerium seien von der Nachricht aus der Londoner Unternehmenszentrale überrascht worden. Es sei kein guter Stil der Firmenleitung, moniert der Minister höflich. „Wir hätten gerne vor der Bekanntgabe der Entscheidung mit Unternehmensvertretern gesprochen und versucht, alternative Möglichkeiten aufzuzeigen“, so Panter.
Der globale Wettbewerb, die stark gestiegenen Energiepreise, geopolitische Krisen und der Fachkräftemangel belasten die sächsische Wirtschaft nicht erst seit gestern. Bereits im September vor einem Jahr hatte das Wirtschaftsministerium deshalb zu einem ersten Spitzengespräch mit Vertretern der Arbeitgeber, der Kammern und Verbände, der Gewerkschaften und der Politik eingeladen. Es folgten zwei weitere Zusammenkünfte in großer und mehrere in kleiner Runde. Am Ende steht nun ein Zielbild 2040 mit konkreten kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen, um Sachsen als Industriestandort wieder attraktiver zu machen und vor allem wettbewerbsfähig zu bleiben.












