PfadnavigationHomePolitikDeutschlandMecklenburg-VorpommernAfD baut Vorsprung auf SPD spürbar aus – CDU rutscht auf schlechtesten jemals gemessenen Wert abStand: 17:41 UhrLesedauer: 4 MinutenManuela Schwesig (SPD) und Leif-Erik Holm (AfD)Quelle: Jens Büttner/dpaDie AfD in Mecklenburg-Vorpommern legt in einer Umfrage deutlich zu. Die SPD gewinnt zwar auch hinzu, verliert aber den Anschluss. Eine andere Umfrage zeigt ein anderes Bild.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenZehn Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet eine Umfrage für die ARD Zugewinne sowohl für die führende AfD als auch für die regierende SPD. In der am Donnerstag in Köln veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest dimap kommt die AfD auf 38 Prozent, was im Vergleich zur Vorwoche einem Zugewinn von drei Punkten entspricht. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig erreicht 33 Prozent und damit einen Punkt mehr als vor einer Woche.Die CDU verliert hingegen einen Punkt und liegt aktuell bei sieben Prozent. So schlecht waren die Christdemokraten in dieser Umfrage noch nie. Die Linke erreicht neun Prozent und büßt damit zwei Punkte ein, die Grünen bleiben mit fünf Prozent stabil. Das BSW, das erstmals bei einer Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern antritt, käme unverändert zur Vorwoche auf vier Prozent und würde damit den Einzug in das Landesparlament nicht schaffen. Auch die FDP, die in der Erhebung nicht separat aufgeführt wird, würde den Wiedereinzug verpassen.Die Infratest-Umfragewerte im Überblick: AfD: 38 Prozent (+3 Punkte)SPD: 33 Prozent (+1 Punkt)Linke: 9 Prozent (-2 Punkte)CDU: 7 Prozent (−1 Punkt)Grüne: 5 Prozent (±0 Punkte)BSW: 4 Prozent (±0 Punkte)Sonstige: 4 Prozent (-1 Punkt)Bei einer direkten Wahl der Ministerpräsidentin oder des Ministerpräsidenten würden sich im Duell der Spitzenkandidaten mit 59 Prozent sechs von zehn Wahlberechtigten für die amtierende Regierungschefin Schwesig und 28 Prozent für den AfD-Herausforderer Leif-Erik Holm entscheiden.Mit 58 Prozent ist eine Mehrheit der Befragten mit Schwesigs Arbeit sehr zufrieden oder zufrieden, 36 Prozent sind mit ihr weniger oder gar nicht zufrieden. AfD-Spitzenkandidat Holm kommt auf 27 Prozent Zufriedenheit und 37 Prozent Unzufriedenheit. Auch in der Frage, welche Partei die nächste Landesregierung anführen sollte, liegt die SPD mit 55 Prozent vor der AfD mit 32 Prozent.++ Alle Entwicklungen zu den Landtagswahlen im Liveticker ++In der aktuellen Insa-Umfrage verringert die SPD hingegen den Abstand zur AfD. Der repräsentativen Befragung (für den Neubrandenburger „Nordkurier“) zufolge käme die SPD auf 33 Prozent der Stimmen, wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl. Das sind vier Prozentpunkte mehr als in der vor vier Wochen veröffentlichten Insa-Umfrage für die Zeitung. Die AfD bliebe unverändert bei 36 Prozent.Die CDU verliert im Vergleich zur vorherigen Umfrage drei Prozentpunkte und käme nur noch auf 7 Prozent. Es ist der schlechteste Wert für die Partei, den Demoskopen für die CDU in dem Bundesland je gemessen haben. Ein solches Wahlergebnis wäre für die CDU auch das bundesweit schlechteste seit Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg.Die Linke verharrt demzufolge bei 11 Prozent. Die Grünen müssten mit unverändert 5 Prozent um den Einzug in den Landtag bangen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) bleibt ebenfalls bei vier Prozent und wäre bei einem solchen Ergebnis nicht im Parlament vertreten.Die Insa-Umfragewerte im Überblick: AfD: 36 Prozent (±0 Punkte)SPD: 33 Prozent (+4 Punkte)Linke: 11 Prozent (±0 Punkte)CDU: 7 Prozent (−3 Punkte)Grüne: 5 Prozent (±0 Punkte)BSW: 4 Prozent (±0 Punkte)Eine rot-rot-grüne Koalition wäre möglich, wenn...Der neue Landtag in Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September gewählt. Schwesig regiert bisher zusammen mit den Linken. Der Umfrage zufolge würde es für eine Neuauflage der Koalition nicht reichen. Bei einem Einzug der Grünen in den Landtag könnte Schwesig aber an der Spitze eines Dreierbündnisses mit ihnen im Amt bleiben.Bei der Landtagswahl 2021 waren die Sozialdemokraten mit 39,6 Prozent noch stärkste Kraft geworden. Die AfD kam damals auf 16,7 Prozent, die CDU auf 13,3, die Linke auf 9,9, die Grünen auf 6,3 und die FDP auf 5,8 Prozent der Stimmen.Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschern die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.Infratest dimap befragte von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1556 Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern.Insa gibt die Fehlertoleranz mit plus/minus 3,1 Prozentpunkten an. Die Daten beruhen auf einer repräsentativen Onlinebefragung von 1.000 Menschen vom 1. bis 8. September.dpa/krott