Jurys von Buchpreisen werden üblicherweise dafür kritisiert, welche Romane auf den Listen stehen und welche nicht. Wir haben einen anderen Punkt.
Eine Shortlist ist wie ein offenes Buch
Sofiia Potanina/imago
Auf der aktuellen Shortlist zum Deutschen Buchpreis stehen sehr gute Bücher, das ist gar nicht der Punkt. Shida Bazyar, Franziska Gänsler, Valerie Gordeev, Elias Hirschl, Peggy Mädler und Dana Vowinckel garantieren einen aufregenden Bücherherbst.
Es stehen auch ein paar sehr gute Bücher nicht auf der Shortlist, aber das gehört zur Natur der Sache und ist hier nicht der Punkt. Das hier soll nicht die übliche Form der Jurykritik sein, die daraus, dass man die eigenen Favoriten in der Auswahl nicht wiederfindet, einen Vorwurf konstruiert. Wobei, nur zum Beispiel, eine Auswahl, auf der Heike Geißlers Roman „Michaela Kohlhaas“ nicht steht, die Gegenwartsliteratur zahnloser dastehen lässt, als es sein müsste. Hat schon Punch, diese Kleist-Übermalung. Aber darum soll es hier wie gesagt gar nicht gehen.













