Kurz vor der Abgeordnetenhauswahl sorgt Christoph Meyer ausgerechnet in einer Neuköllner Moschee für Aufsehen. Der FDP-Spitzenkandidat hält während einer Diskussionsveranstaltung ein Foto des Imams Taha Sabri hoch, das diesen neben einem Mann zeigt, dem Verbindungen zur Hamas vorgeworfen werden. Die Stimmung wird hitzig. Nach der Veranstaltung werden Meyer und seine Begleiter nach eigenen Angaben noch mehrere Straßenzüge verfolgt und gefilmt.
Meyer sucht damit wenige Wochen vor der Wahl bewusst die politische Auseinandersetzung. Denn für seine Partei geht es um alles. Die FDP flog 2023 mit 4,6 Prozent aus dem Abgeordnetenhaus, derzeit liegt sie in Umfragen erneut unter der Fünf-Prozent-Hürde. Meyer, der den Landesverband seit 2018 führt, setzt im Kampf um die Rückkehr ins Parlament auf Themen, bei denen die Liberalen zuletzt kaum noch wahrgenommen wurden: Islamismus, Antisemitismus, Wohneigentum und die Abgrenzung zu Linkspartei und AfD.
Im Interview mit der Berliner Zeitung erklärt Meyer, warum er der CDU vorwirft, bei islamistischen Strukturen wegzusehen, weshalb ihm in Berlin die Linkspartei größere Sorgen bereitet als die AfD und warum er den Verfassungsschutz auf die Berliner Linke ansetzen würde. Außerdem spricht er über die Fehler der FDP, Wolfgang Kubickis Rolle beim versuchten Neustart der Partei und die Frage, ob er bei einem erneuten Scheitern in Berlin persönliche Konsequenzen ziehen würde.













