Mit einem inszenierten Eklat hat der Spitzenkandidat der FDP versucht, sich in Szene zu setzen. Seine Partei liegt in Umfragen unter 5 Prozent.
FDP-Landeschef Christoph Meyer sorgt beim Wahltalk in einer Neuköllner Moschee mit Vorwürfen gegen einen Imam für einen Eklat
dts Nachrichtenagentur/imago
Die Veranstaltung war für alle Beteiligten ein Wagnis. Der „Rat der Berliner Imame“, dem Vorbeter unterschiedlicher Moscheen der Hauptstadt angehören, hatte für Freitagabend zu einem Wahltalk in die Neuköllner Begegnungsstätte geladen. Unter dem Motto „Politik zum Anfassen, Berlin im Dialog“ waren die Spitzenkandidaten aller großen Berliner Parteien – außer der AfD – eingeladen, um in der Dar-as-Salam-Moschee vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus mit muslimischen Wählerinnen und Wählern ins Gespräch zu kommen.
Die Linke Elif Eralp, die Grüne Bettina Jarasch, SPD-Spitzenmann Steffen Krach sowie der Landesvorsitzende der FDP, der Jurist Christoph Meyer, stellten sich dafür im Gebetsraum der Dar-as-Salam-Moschee an der Flughafenstraße den Fragen der Moderatorin Iman Andrea Reimann, die ein langes, dunkelgrünes Kopftuch trug. Nur CDU-Spitzenmann Stefan Evers hatte abgesagt, weil die Moschee in der Vergangenheit vom Verfassungsschutz überwacht worden war. „Mit Islamisten redet man nicht über Demokratie“, lederte er. Konservative und rechte Medien hatten schon im Vorfeld Stimmung gegen die Veranstaltung in der „Skandal-Moschee“ (B.Z.) gemacht.











