Nach der Entscheidung der Bundesregierung zur Schließung des Russischen Hauses in Berlin sind nach Informationen der Berliner Zeitung die Verträge aller rund 50 Mitarbeiter und Lehrkräfte bereits entlassen worden. Fast alle haben ihre Arbeit bereits beendet. Darunter sind etwa 15 Russischlehrer, die auf Grundlage von Dienstleistungsverträgen für das Haus tätig waren. Lediglich einige regulär nach deutschem Arbeitsrecht angestellte Mitarbeiter arbeiten noch bis zum Ablauf ihrer Kündigungsfrist weiter.Sechs Mitarbeiter, die aus Russland für ihre Tätigkeit am Russischen Haus nach Berlin entsandt wurden, sind inzwischen nach Russland zurückgekehrt. Unter ihnen war auch die kommissarische Leiterin des Kulturzentrums, die mit Diplomatenstatus akkreditiert war. Das Auswärtige Amt hatte Anfang September sämtliche entsandten Mitarbeiter des Russischen Hauses zur Ausreise aufgefordert. Welche Frist ihnen dafür gesetzt wurde, teilte das Ministerium bislang nicht öffentlich mit. Die Berliner Zeitung hat das Auswärtige Amt dazu angefragt; eine Antwort steht noch aus.

Russisches Haus soll erst Mitte 2027 schließen

Bemerkenswert ist der Zeitpunkt der Kündigungen. Die deutsche Ausreiseaufforderung betraf die sechs aus Russland entsandten Mitarbeiter. Knapp ein Dutzend der übrigen Beschäftigten sind nach Informationen der Berliner Zeitung deutsche Staatsbürger; auch die anderen nicht entsandten Mitarbeiter blieben zunächst in Deutschland. Sie waren von der Ausreiseaufforderung des Auswärtigen Amtes nicht betroffen.