Noch sind die Türen offen. Wer das Russische Haus an der Friedrichstraße in Berlin betritt, trifft auf eine andere Zeit. Eine sowjetisch anmutende Eingangshalle, streng und repräsentativ, erinnert an die Atmosphäre einer russischen staatlichen Universität oder an ein Theaterhaus einer regionalen Hauptstadt irgendwo in Sibirien oder am Ural-Gebirge. Die Schilder verweisen auf zahlreiche Ausstellungen, Ateliers, Büros und Lehrräume, die die Namen großer russischer Städte tragen. Im Foyer ragt eine überlebensgroße Büste Juri Gagarins empor. Der erste Mensch im All blickt freundlich auf die eintretenden Besucher.
Russisches Haus vor dem Aus: Abschied von einem Ost-Berliner Kulturort
Die Bundesregierung will das Russische Haus in Berlin schließen. Mit dem Haus verschwindet eine traditionelle Kulturinstitution in Mitte. Ein Besuch vor dem Abschied.













