Bei den Fimfestspielen geben Alba Rohrwacher und Vanessa Scalera starke Frauenfiguren mit Schwächen. Und Ilja Chrschanowskis „DAU“-Projekt irritiert weiter.
Sieht älter aus, als sie ist: Vanessa Scalera als Angela in „Il fuoco che ti porti dentro“
Biennale di Venezia
Dass es wenige Regisseurinnen im Wettbewerb dieser Filmfestspiele von Venedig gibt, hat schon zu Beginn des Festivals die Jurypräsidentin Maggie Gyllenhaal bemängelt. Dass es unter den Beiträgen zu wenige starke Frauenfiguren gebe, lässt sich dagegen nicht sagen. Diese Figuren haben einige Ecken und Kanten, vor allem weil ihre Darstellerinnen diese so filigran herausarbeiten.
Im Drama „Un bon petit soldat“ von Stéphane Brizé geht es, wie in vielen seiner Filme, um die sozialen Abgründe der Arbeitswelt. Ort der Handlung ist das Bürohochhaus eines Versicherungskonzerns, dessen nüchtern-kalte Räume die Kamera fast nie verlässt. Carla hat dort soeben als Personalchefin begonnen, sie ist ehrgeizig, anpassungswillig und unbedingt bereit, alles zum Besten der Firma zu geben. Sie steht zugleich stark unter Druck, jeder kleine Ausrutscher könnte das Ende ihrer Laufbahn beim neuen Arbeitgeber bedeuten.










