Er soll mehrere Umspannwerke in Deutschland attackiert haben: Tagelang fahndete die Polizei nach Daniel V. Seine Festnahme gelang wohl vor allem deshalb, weil zwei junge Beamte sehr aufmerksam waren.

10.09.2026, 07.46 Uhr

Polizisten am Ort der Festnahme in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler in NRW

Etwas platt getretenes Gras an einem Feldweg neben der A4 – das war für zwei junge Polizisten die entscheidende Spur, die am Dienstag zur Festnahme des mutmaßlichen Stromsaboteurs geführt hat, nach dem europaweit gefahndet worden war. Obwohl sie gar nicht direkt an der groß angelegten Suche nach Daniel V. beteiligt waren, haben die beiden Autobahnpolizisten das Versteck des Tatverdächtigen gefunden und ihn festgenommen.

Einer der beiden Beamten hatte seine Bodycam eingeschaltet. Die Nachrichtenagentur dpa konnte die Aufnahmen eigenen Angaben zufolge ansehen. Diese zeigen, wie die Polizisten der Spur im Gras folgen und im Gebüsch rund 200 Meter neben dem Weg auf einen Mann stoßen. Ein Polizist zieht seine Pistole, fordert den Mann auf, sich auf den Boden zu legen. Der leistet keinen Widerstand und folgt allen Anweisungen. Sofort habe er zugegeben, der Gesuchte zu sein, sagen die Beamten später.