Am Freitagmittag hatten Beamte des SEK das Wohnhaus des Tatverdächtigen in Gevelsberg gestürmt. Später am selben Tag durchsuchte die Polizei einen zum Wohnwagen umgebauten Lkw unweit des Hambacher Forsts. An beiden Orten konnte Daniel V. nicht aufgefunden werden. Inzwischen wird europaweit nach dem Tatverdächtigen gefahndet.Bekennerschreiben führten die Polizei auf die richtige FährteAuf die richtige Spur brachte die Beamten offenbar der Tatverdächtige selbst: In den vergangenen Tagen verschickte er zwei Bekennerschreiben. Am Donnerstag berichtete zunächst die Tageszeitung »taz« über das erste Schreiben. Beide Schreiben liegen dem SPIEGEL vor.
Dass V. tatsächlich der Mann sein könnte, der Kraftwerke beziehungsweise Umspannwerke attackiert hatte, ergibt sich aus seinen handschriftlichen Briefen. Im ersten schildert er, wie er Drähte mit »kleinen Kanonen und Silvesterraketen zu den Leitungen hochgeschossen« habe. Dann geht er in technische Details, erklärt den Aufbau seiner Konstruktionen, welche Drähte in welchen Durchmessern verbaut und welche Treibladungen verwendet wurden. Ziel war es offenbar, mit den in die Hochspannungsleitungen geschossenen Drähten Kurzschlüsse auszulösen.Wie sich herausstellte, dienten sie dem Abschuss selbst gebauter Flugobjekte, die an Silvesterraketen erinnerten. Der Betreiber informierte die Polizei – und die Beamten fanden rund um das Umspannwerk rund zwei Dutzend weiterer Abschussvorrichtungen.










