Der mutmaßliche Täter, der zuletzt verschiedene Umspannwerke in Deutschland attackiert haben soll, ist in der Nähe von Weisweiler (NRW) gefasst worden. Das berichten die Deutsche Presseagentur und DER SPIEGEL. Den Berichten zufolge war Daniel V. zu Fuß und allein unterwegs. Der 48-Jährige habe versucht, an einer Verkehrsabsperrung vorbeizukommen.
Die Behörden hatten seit Tagen nach dem Mann aus Gevelsberg im südlichen Ruhrgebiet gefahndet. Er soll an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen versucht haben, mit selbstgebauten Raketen einen dünnen Draht über Hochspannungsleitungen zu schießen und auf diese Weise einen Kurzschluss auszulösen.Zuletzt waren am Montag erneut mehrere Abschussvorrichtungen an einer Hochspannungsleitung in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler entdeckt worden – also ganz in der Nähe der Stelle, an der die Polizei den Mann nun festnehmen konnte. Außerdem fanden die Ermittler dort einen weiteren Bekennerbrief.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (56; CSU) hatte zuletzt gesagt, es handele sich offensichtlich um „Klimaterrorismus“ eines Einzeltäters.Zu der Sabotage-Serie gibt es Bekennerbriefe, die die Ermittlungsbehörden für authentisch halten und dem 48-Jährigen zuordnen. Darin hatte der Mann die Angriffe auf das Stromnetz mit dem Kampf gegen fossile Energien begründet. „Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen“, heißt es in den Briefen, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. In allen drei betroffenen Bundesländern wird noch Braunkohle abgebaut und verstromt.










