Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) verlangt von der Ukraine mehr Bestellungen bei deutschen Rüstungsunternehmen. Im Podcast „Ronzheimer.“ von Bild-Vize Paul Ronzheimer sagte Wadephul, Deutschland sei mittlerweile der stärkste finanzielle wie auch militärischer Unterstützer der Ukraine. Davon müsse nun auch die deutsche Verteidigungsindustrie profitieren. Er habe das Thema bereits bei seinem jüngsten Besuch in Kiew direkt mit Präsident Wolodymyr Selenskyj besprochen, so Wadephul weiter.
Konkrete Zahlen oder Namen einzelner Firmen nannte der CDU-Minister nicht. Aus Kiew lag zu den Aussagen zunächst ebenfalls keine Reaktion vor. Zugleich ist der Vorstoß politisch bemerkenswert. Zwischen Berlin und Kiew zeichnet sich damit ein kleiner Zwist über die Frage ab, was die Ukraine mit der umfangreichen deutschen Unterstützung macht. Wadephul verbindet die weitere Hilfe zunehmend mit der Erwartung, dass davon auch die deutsche Rüstungsindustrie profitiert. Das dürfte in Kiew nicht ohne Weiteres auf Begeisterung stoßen – zumal die Ukraine ihre eigene Waffenproduktion massiv ausbaut und versucht, internationale Investoren und Partner für ihre Rüstungsindustrie zu gewinnen.
Ukraine-Politik: CDU steht unter Druck










