Deutschlands Gasspeicher sind laut Daten von Gas Infrastructure Europe (GIE) mit aktuell nur 54,75 Prozent so schwach gefüllt wie seit Jahren nicht mehr – gerade nur knapp drei Wochen vor Beginn der Heizperiode am 1. Oktober. Nun zeigt eine neue Modellrechnung, was das im Extremfall für den kommenden Winter bedeuten könnte: Bei außergewöhnlicher Kälte könnte Deutschlands Gasversorgung im Januar an ihre Grenzen geraten.Zu diesem Ergebnis kommt die Initiative Energien Speichern (INES), in der sich Betreiber wie Sefe Storage, Uniper, RWE, EWE und VNG zusammengeschlossen haben, in ihren neuen Gasszenarien. Der aktuelle Füllstand ist laut Verband der niedrigste für Anfang September seit Beginn der Aufzeichnungen vor 15 Jahren. Selbst unter günstigen Bedingungen könnten bis zum 1. November technisch nur noch rund 77 Prozent erreicht werden.

INES: Bei Kälte bleiben mehr als 25 Prozent des Gasbedarfs ungedeckt

Doch auch dafür müsste sich das Tempo erheblich erhöhen: In den verbleibenden Wochen müsste mehr Gas eingespeichert werden als in den drei Monaten zuvor zusammen. Bei einem normalen Temperaturverlauf wäre das laut INES ausreichend. Die Speicher würden dann bis zum 1. April 2027 auf rund 38 Prozent sinken.