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Was bedeutet der Triumph der AfD in Sachsen-Anhalt für die Politik im Rest des Landes? Ein Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Christian Stecker, der an der TU in Darmstadt lehrt.
DIE ZEIT: Herr Stecker, was verändert das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt an der Art, wie wir über Politik in Deutschland nachdenken?
Christian Stecker: Wir lernen, dass auch eine sehr umfangreiche Stigmatisierung nicht dazu hinreicht, die AfD so klein zu halten, dass sie nicht in die Nähe von absoluten Sitzmehrheiten kommt. Und das hat ganz weitreichende strategische Implikationen. Arithmetisch bricht in Sachsen-Anhalt die moralische Begleiterzählung der Brandmauer zusammen, wonach die Wähler auf Basis falscher Fakten und aus Wut und Frustration eine rechtsextreme Partei gewählt haben. Man wird sich künftig mit bestimmten Positionen auseinandersetzen und sie zunächst als legitime Positionen anerkennen müssen.
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