Die Kommunikation zum Hackerangriff auf das Landesnetz wird immer defensiver. Und überhaupt: Alles, was man weiß, trägt das Label „Stand heute“.

Leicht ungehalten angesichts bohrender Nachfragen: der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU)

Sebastian Christoph Gollnow/dpa

So dünnhäutig hat man den Regierenden Bürgermeister von der CDU zuletzt im Rahmen der „Tennis-Affäre“ erlebt: Bei der Senatspressekonferenz am Dienstagnachmittag wird Kai Wegner mehrfach nach einem mutmaßlichen Datenleak bei einem privaten Dienstleister des Landes im vergangenen Jahr gefragt, das – wer weiß – in irgendeinem Zusammenhang mit dem aktuellen Hackerangriff und den geleakten Daten von zwei Senatsverwaltungen stehen könnte.

„Wir haben hier ein Thema, das wir abarbeiten müssen“, sagt Wegner hörbar genervt, „und wir müssen wahnsinnig aufpassen, dass wir nicht über spekulative Berichterstattung alles noch schlimmer machen.“ Die Medien, so seine Botschaft, sollten jetzt nicht „die Geschäfte der Hacker unterstützen“.