Bei der Wahl in Sachsen-Anhalt unterstützen die AfD vor allem viele Männer. Marcel Fratzscher meint, man muss verstehen, warum viele junge Männer die AfD wählen. Erst dann kann man sie zurückgewinnen.
taz FUTURZWEI | Die Sorge über den Rechtsruck unter jungen Männern ist berechtigt: Bei vergangenen Wahlen haben viele von ihnen die AfD gewählt, während junge Frauen deutlich häufiger progressive oder liberale Parteien unterstützen.
Viele erklären das mit toxischer Männlichkeit, Antifeminismus und mangelnder Bildung. Doch wer junge Männer vorverurteilt, wird sie nicht zurückgewinnen, sondern treibt sie noch weiter in die Arme von Populisten und Faschisten.
Die entscheidende Frage lautet nicht: Was stimmt nicht mit diesen jungen Männern? Sondern: Was erleben sie – und weshalb fühlen sich so viele von ihnen von einer Partei angezogen, deren Politik ihren eigenen Interessen fundamental widerspricht?
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