EU‑Außenbeauftragte Kaja Kallas wollte ein neues Verteidigungsgremium installieren – und ist gescheitert. Kritik kam vor allem aus Deutschland und Italien.
Die Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, in Brüssel
Jonas Roosens/imago
D ie EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas ist so manchem Staats- und Regierungschef in der Europäischen Union seit Langem ein Dorn im Auge. Mit ihrer klaren Haltung gegenüber dem russischen Präsidenten Wladimir Putin prescht sie gern mal vor. Als Estin hat sie die Interessen der baltischen Länder im Blick und weiß allein aus der Geschichte dieser Staaten, was es heißt, sich unabhängig vom russischen Aggressor zu machen.
Nun will sie die Verteidigungsstrategien der EU mit einem neuen Gremium, das an den Europäischen Außendienst angedockt ist, vorantreiben – und stärker unter ihre Kontrolle bringen. Ein Vorgehen, das sie offenbar nicht mit allen EU-Staaten abgesprochen hat.











