Die Grünen feiern in Sachsen-Anhalt einen Rekord. Nun hoffen sie, dass die AfD-Angst auch in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin Stimmen bringt.

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Susan Sziborra-Seidlitz (M), Grünen-Spitzenkandidatin

Christoph Soeder/dpa

Am Wahlabend war mehr Konfetti. Mit 8,9 Prozent feierten die Grünen in Magdeburg ihr bestes Ergebnis in Sachsen-Anhalt. Am Montagmittag ist die Freude in der Berliner Parteizentrale verflogen. Zu groß ist die Sorge vor einer AfD-geführten Regierung.

„Das ist für mich, obwohl wir so ein grandioses Ergebnis als Bündnis 90/Die Grünen eingefahren haben, kein Tag zur Freude“, sagt Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz. Sie ist zur Sitzung des Bundesvorstands nach Berlin gereist und steht nun bei der Pressekonferenz vor den Kameras. „Bitter“ sei es, möglicherweise die Hoffnungen all der Menschen zu enttäuschen, die ihre Partei gewählt haben, um eine rechtsextreme Regierung zu verhindern. Taktisch die Grünen zu wählen, um eine AfD-Mehrheit zu verhindern: Dieses Kalkül ist ja tatsächlich nicht ganz aufgegangen.