Der deutsche Staat genießt international die beste Bonität. Doch wegen steigender Schulden ist die Bewertung in Gefahr, warnt die Bundesbank.

Ist besorgt, dass Deutschland bald nicht mehr Muster-Schuldner sein könnte: Bundesbankchef Joachim Nagel

Amrei Schulz/imago

Deutschland ist einer der Staaten mit der solidesten Finanzpolitik weltweit. Nur etwa ein Dutzend Länder erhält von den großen Rating-Agenturen die Bestnote als Schuldner – die Bundesrepublik gehört seit Jahren dazu. Dennoch warnte Bundesbankpräsident Joachim Nagel kürzlich: „Wir müssen hart daran arbeiten“, diesen Status zu erhalten, „und das wird sicher eine Herausforderung werden für die Bundesregierung.“ Da stellen sich Fragen: Was ist ein Staaten-Rating, welche Bedeutung hat es für die hiesige Politik und Wirtschaft?

Die Note AAA („Triple A“) ist top. Meist bekommen sie nur wenige Staaten, zum Beispiel die Schweiz, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Australien und eben Deutschland. „Das Rating der Agenturen ist ein Zeichen für die Bonität des Emittenten beispielsweise einer Staatsanleihe“, sagt Markus Demary vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Vergeben wird die Einschätzung unter anderem von den Agenturen Standard & Poor’s, Fitch, Moody’s und Scope.