Interview
Stand: 07.09.2026 • 14:39 Uhr
Bis zuletzt schien fraglich, ob das BSW in Sachsen-Anhalt an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern würde. Nun fällt ihm die Rolle des Königsmachers zu, sagt Politikwissenschaftler Wagner. Kann die Partei das nutzen?
ARD-Hauptstadtstudio: In den vergangenen Tagen hat die BSW-Führung ja höchst unterschiedliche Nachrichten erhalten. In Thüringen hat sich die Landtagsfraktion am Freitag fast vollständig aus der Partei verabschiedet. Und gestern dann der Einzug in den Landtag von Sachsen-Anhalt. Welcher Kurs ist nun gesetzt: Eine langfristige Partei BSW oder bleibt es doch beim vorübergehenden Protestphänomen?
Aiko Wagner: Das ist momentan ganz schwer abzusehen. Ich hätte vor ein paar Tagen noch darauf gewettet, dass das BSW eher seinem Ende entgegentrudelt, nachdem das angesprochene Spaltungsverhalten in Thüringen zu sehen war. Und ich glaube viele haben nicht damit gerechnet, dass das BSW die Fünf-Prozent-Hürde in Sachsen-Anhalt schafft.















