Die Deutsche Bank hat sich eine 152-Millionen-Euro-Klage eines ehemaligen Investmentbankers mit einem außergerichtlichen Vergleich vom Hals geschafft. Die Parteien hätten „alle Forderungen und Vorwürfe“ vertraulich beigelegt, teilte ein Sprecher der Bank mit. Details der Einigung nannte das Geldhaus auch auf Nachfrage nicht.

Die Beilegung des Rechtsstreits werde laut Aussagen der Bank „nur einen kleinen finanziellen Effekt im dritten Quartal 2026 haben“. Das Landgericht Frankfurt sagte die für diesen Donnerstag geplante Verhandlung ab: Der Kläger habe die Klage zurückgenommen. Nach Informationen des manager magazins handelt es sich um Dario Schiraldi (51), einst Leiter des Geschäfts mit Großkunden und einer der bestbezahlten Angestellten des Instituts.

Ex-Banker sah sich als „Sündenbock“ missbrauchtDer ehemalige Investmentbanker verlangte einen Ausgleich „wegen angeblicher Schäden, die seiner Karriere durch das italienische Strafverfahren und das erstinstanzliche Urteil entstanden seien“. So steht es im Deutsche-Bank-Geschäftsbericht 2025. Laut Landgericht hatte der Kläger angeführt, die Bank habe in früheren Jahren von einer fraglichen Bilanzierungsmethode Gebrauch gemacht und ihn dann als „Sündenbock“ vorgeschoben, als Aufsichtsbehörden und Presse darauf aufmerksam geworden seien.