Die Deutsche Bank hat eine 152-Millionen-Euro-Klage eines ehemaligen Investmentbankers mit einem außergerichtlichen Vergleich beendet. Die Parteien hätten »alle Forderungen und Vorwürfe« vertraulich beigelegt, teilte ein Sprecher der Bank mit. Details der Einigung nannte das Geldhaus auch auf Nachfrage nicht. »Die Beilegung dieses Rechtsstreits wird aber nur einen kleinen finanziellen Effekt im dritten Quartal 2026 haben.« Das Landgericht Frankfurt sagte die für diesen Donnerstag (10.9.) geplante Verhandlung ab: Der Kläger habe die Klage zurückgenommen.
Der Mann hatte Schadensersatz in dreistelliger Millionenhöhe von seinem ehemaligen Arbeitgeber verlangt (Az.: 2-19 O 153/24). Anlass waren frühere Geschäfte des Frankfurter Dax-Konzerns mit der italienischen Banca Monte dei Paschi di Siena, die in Italien ein Strafverfahren nach sich gezogen hatten.Zum »Sündenbock« gemachtDer ehemalige Investmentbanker verlangte einen Ausgleich »wegen angeblicher Schäden, die seiner Karriere durch das italienische Strafverfahren und das erstinstanzliche Urteil entstanden seien«. So steht es im Deutsche-Bank-Geschäftsbericht 2025. Laut Landgericht hatte der Kläger angeführt, die Bank habe in früheren Jahren von einer fragwürdigen Bilanzierungsmethode Gebrauch gemacht und ihn dann als »Sündenbock« vorgeschoben, als Aufsichtsbehörden und Presse darauf aufmerksam geworden seien.








