Was macht man, wenn ein Plan schiefgeht? Wenn man zwar nicht verloren hat, aber eben auch nicht gewonnen? Bei den Linken in Magdeburg erlebte man am Sonntagabend vor allem: Trauer.
Früher als andere Parteien hatten sie schon unmittelbar nach den ersten Hochrechnungen verstanden, welche Bedeutung das Ergebnis der AfD hat. Für Sachsen-Anhalt, für die ganze Republik – aber eben auch für sie persönlich und ihre Unterstützer. Immer wieder stiegen auch den Spitzenleuten der Partei Tränen in die Augen. Ihr großes Ziel für diese Wahl in Sachsen-Anhalt war es, die AfD zu verhindern. Mit diesem Versuch sind sie auf ganzer Linie gescheitert.
Dabei hatte die Linke viel in diesen Wahlkampf investiert. Neben der Spitzenkandidatin Eva von Angern waren auch die Stars der Partei wie Heidi Reichinnek, die selbst aus Sachsen-Anhalt stammt, und die »Silberlocken« Bodo Ramelow, Gregor Gysi und Dietmar Bartsch viel im Wahlkampf unterwegs gewesen. Kreuz und quer waren sie durch das Land gefahren und hatten sich gegen den Erfolg der AfD gestemmt. Alles vergebens.
Nur bei knapp neun Prozent steht die Linke an diesem Abend, sie ist damit deutlich unter dem Ergebnis von vor fünf Jahren geblieben. Sogar Grüne und SPD musste sie an sich vorbeiziehen lassen. Das liegt vermutlich auch an den vielen Wählern, die taktisch entschieden hatten, damit alle drei Parteien in den Landtag kommen. Schmerzhaft ist das Ergebnis für die Linke trotzdem. Noch entscheidender aber ist für die Partei an diesem Abend etwas anderes: das desolate Ergebnis der CDU.













