Nach dem deutlichen Votum für die AfD in Sachsen-Anhalt braucht es andere, neue Antworten. Demokratische Kräfte müssen jetzt zusammenhalten.

Anhänger der AfD feiern die Ergebnisse der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt

Matthias Schrader/ap

S ie haben alles versucht. Sie haben sich vernetzt wie nie zuvor. Sie haben unzählige Veranstaltungen organisiert. Sie waren laut, bunt und hoffnungsvoll. Dass die AfD aus dieser Wahl zwar eindeutig mit den meisten Prozentpunkten, aber dennoch wohl nicht mit der absoluten Mehrheit hervorgeht, ist dem Engagement der Zivilgesellschaft in Sachsen-Anhalt zu verdanken.

Allein am Samstag kamen in Magdeburg über 10.000 Menschen zusammen, der ganze Sommer war geprägt von unzähligen Aktionen der vielen Engagierten im Land. Zu diesen zählen auch die Wahl­kämp­fe­r*in­nen der demokratischen Parteien. Rückenwind bekamen sie dabei von Initiativen wie „Taktisch wählen“, die an über 30.000 Wohnungstüren den Blick auf SPD und Grünen stärkten. Diese Initiativen waren wichtig, denn entschieden wird im Parlament.